Schule nicht vor dem Aus

Lokales
Kemnath
20.11.2015
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Kemnath hat welche, und Kastl auch. Doch in Waldeck sind diesmal keine Abc-Schützen. Die Zahl der Anmeldungen rechtfertigte hier laut Schulamt keine weitere Klasse. Die Bürger befürchten, dass der Standort aufgelöst wird. Ihre Sorgen konnte Werner Nickl teilweise zerstreuen.

In dem von seinem Stellvertreter Hermann Schraml geleiteten Diskussionsteil der Bürgerversammlung für den Bereich Kemnath Ost betonte der Rathauschef, dass niemand im Stadtrat die Auflösung wolle. Mittlerweile sei festzustellen, dass in Kemnath derzeit kein Raum frei ist. Die weitere Entwicklung richte sich zwar allein nach den Schülerzahlen, doch sehe es hier in der Zukunft nicht so schlecht aus. Einige Bürger aus dem Bereich Guttenberg wollten Näheres über das geplante Windenergieprojekt im Hessenreuther Wald wissen. Laut Bürgermeister gebe es nichts Neues. Nach Vorliegen konkreter Pläne erfolge zunächst eine Bürgerbefragung, erst dann werde der Stadtrat endgültig entscheiden, skizzierte er den weiteren Weg.

Für Fest zu viele Auflagen

Ein Thema war auch der Fremdenverkehr. Vermehrt werde man von wandernden Gästen, insbesondere an den Wochenenden und Feiertagen, nach Einkehrmöglichkeiten zum Beispiel zum Kaffee, angesprochen, berichteten Teilnehmer. Dieses Problem könne eigentlich nur von der Gastronomie gelöst werden, meinte Nickl. Zur Sprache kamen auch die Auflagen bei der Genehmigung von Vereinsfesten. Beispielsweise werde im Landkreis Bayreuth da lockerer verfahren und die Kosten für die Veranstalter (unter anderem für den Einsatz von Security-Kräften) so gesenkt. Der Bürgermeister versprach, die Angelegenheit mit der Verwaltung abzuklären.

Auch sagte er zu, die Außenrenovierung des Alten Schulhauses weiter zu verfolgen. Einige Bürger baten darum, die Bebauungspläne im Hopfenthal zu überarbeiten. Bei den neuen Baugebieten in Kemnath seien offensichtlich die Wünsche der Bauherrn besser berücksichtigt worden. Nickl stimmte dem zu. Mehr Flexibilität sei nötig, und diese müsse mit erheblichem Aufwand mit dem Landratsamt und Bebauungsplanänderungen ermöglicht werden.

Angesprochen wurden auch die Eigentümerwege in Waldeck, die im Bereich des Unteren und Oberen Markts nur mehr von Anliegern begangen werden dürfen. Es könne doch ein derartiges Verbot nicht ausgesprochen werden, denn die Wege seien über die Flurbereinigung mit circa 75 Prozent bezuschusst worden. Der Bürgermeister erläuterte die Sachlage und meinte dazu, dass die Angelegenheit nicht so hoch gekocht werden sollte. Es könnten hier sicherlich Lösungen gefunden werden.

Dankesworte gingen an Bürgermeister und Stadtrat für die Bezuschussung der Weihnachtsbeleuchtung und die Unterstützung bei den Restaurierungsarbeiten auf dem Schlossberg.
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