Seit 2013 viel passiert

Bestens informiert über manche kommunalpolitischen Ereignisse waren Erika Scherm und Rudi Schiedlofsky bei ihrem Auftritt als "Tramps von Fortschau". Bild: jzk
Lokales
Kemnath
04.02.2015
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Darauf hatten die Anhänger der Tramps von Fortschau lange warten müssen: Nach einjähriger Pause standen sie bei der Prunksitzung des Fortschauer Carnevals-Clubs (wir berichteten) wieder auf der Bühne. Und es war, als wären sie nie weggewesen.

Edith Scherm und Rudi Schiedlofsky nahmen als Tramps von Fortschau einige bemerkenswerte Ereignis aus Kemnath und Umgebung auf die Schippe. Dabei sparten sie nicht mit Tadel, erteilten aber auch Lob. In der Bütt brachten sie ihre Verse so geschickt vor, dass niemand beleidigt sein konnte. Leider fand Walter Kobel aus Erbendorf nicht die richtige Tonart für die musikalische Begleitung.

Zwei Lockenköpfe

Bei Fotos in der Zeitung war ihnen aufgefallen, dass es der neue zweite Kemnather Bürgermeister Hermann Schraml noch lange nicht mit der Lockenpracht von Landrat Wolfgang Lippert aufnehmen kann. "Um nicht gegen die ,Schwarzen' zu verlieren", empfahlen sie den beiden neuen Bürgermeistern Schraml und Heidrun Schelzke-Deubzer, das Gratulieren zu lernen und viel Stehvermögen zu beweisen.

Für das Ladensterben auf dem Marktplatz hatten die Tramps eine einleuchtende Erklärung: "Die Pacht war wohl zu teuer." Bei einem Kunstprojekts sollte der ewige Schandfleck "Dietl-Haus" von Christo genauso verhüllt werden wie das Reichstagsgebäude in Berlin. Auch für die Bebauung des Brauhausareals hatten sie einen interessanten Vorschlag: "Da kommt a Riesen-Biergarten hin, und den Wirt, den macht da Cheesy."

Dass das FCC-Ballett an einem Samstag zum Training nicht in die Mehrzweckhalle konnte, war den beiden nicht entgangen. "Das Training fand im Freien statt und die Gaffer drehten ihre Runden," witzelten sie. Auch, dass manche Fahrer beim Siemens-Kreisverkehr nicht richtig lenken können, war ihnen zu Ohren gekommen. "Die Reparatur der Leitplanke dauert ziemlich lang", wussten sie, "und wenn's so weit ist, kommt wieder einer und fährt sie zamm."

Alle singen mit

Auch auf die umstrittene Fernsehsendung über die Nord-Oberpfalz gingen die Tramps ein.: "Die schönsten Plätze unserer Gegend wurden einfach nicht benannt." Nach jeder Strophe stimmte das Publikum mit ihnen in den Refrain ein: "Wir sind die Tramps von Fortschau, manchmal sind wir nüchtern, doch meistens sind wir blau. Wir trinken Wein, Schnaps, Sekt und auch Bier, doch am liebsten sind wir hier."
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