Senior nicht misshandelt

Lokales
Kemnath
07.02.2015
1
0

Ein Altenpflegeschüler machte im Januar 2014 Schlagzeilen, weil er einem Heimbewohner Gewalt angetan haben soll. Der Fall ist nun abgeschlossen, der Täter hat einen Strafbefehl akzeptiert und gilt weiter als nicht vorbestraft.

Mit einem Strafbefehl endete das Verfahren gegen einen Schüler der Altenpflegeschule in Erbendorf nach Übergriffen auf einen Heimbewohner. Im Januar 2014 hatte der Tirschenreuther BRK-Kreisverband den Fall öffentlich gemacht. Der damals 22-Jährige hatte selbst mit einem Handy gefilmt, wie er einen Bewohner des Kemnather Seniorenheims "Haus Falkenstein" körperlich anging. Das BRK hatte den Mann zunächst suspendiert und das Arbeitsverhältnis schnell gelöst.

Wie Leitender Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer in Weiden erklärte, haben die Ermittlungen den Verdacht auf Misshandlung nicht bestätigt. Übrig geblieben sei ein "körperlicher Übergriff". Eine Verhandlung habe es nicht gegeben, die Behörde habe den Fall in einem schriftlichen Verfahren geklärt, das mit dem Strafbefehl endete. Wie hoch die Geldstrafe für den heute 23-Jährigen war, wollte Schäfer nicht mitteilen.

Der Übergriff sei nicht so gravierend gewesen, wie zunächst vermutet. Allerdings hätten die Ermittlungen weitere Verfehlungen des Pflegeschülers ergeben, unter anderem etwa die Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Patienten durch die Videoaufnahmen. Der junge Mann habe gegen den Strafbefehl keinen Einspruch eingelegt und gelte als nicht vorbestraft.

Vorfall auf Video

Der Fall sorgte vor einem Jahr für Schlagzeilen. Damals hatte die Leitung der Altenpflegeschule in Erbendorf die Polizei informiert. Andere Schüler hatten die Schulleitung informiert, dass der Mann das Video in der Schule gezeigt hatte.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.