Sozialdemokraten aus der Region würdigen die enormen Verdienste des verstorbenen SPD-Politikers
Egon Bahr "ein ungemein kluger Kopf"

Lokales
Kemnath
20.08.2015
0
0
Als "großen Kenner der Weltpolitik" hat Werner Walberer Egon Bahr in Erinnerung. Pressaths Bürgermeister bedauert, dass er Bahr niemals persönlich habe kennenlernen dürfen. Dass er selbst 1984 in die SPD eintrat, lag nicht direkt an Bahr, "aber die Politik, für die er und vor allem Willy Brandt standen, hat mich schon bei diesem Schritt beeinflusst", sagt Walberer. Vor allem rechnet er Bahr seinen Einsatz für die Deutsche Wiedervereinigung hoch an.

Auch wenn dessen große Zeit Ende der 1980er Jahre vorbei war, "die Weichen hat Bahr schon in den 1970er Jahren gesellt". Davon ist auch Helmuth Wächter überzeugt. "Den Erfolg haben andere geerntet, gesät haben ihn aber Willy Brandt und Egon Bahr mit ihrer Ostpolitik in den 1970er Jahren." Der frühere Bürgermeister von Grafenwöhr trat 1983 in die SPD ein, nicht wegen Bahr. "Das hatte andere Gründe." Von seinen Verdiensten um Deutschland ist aber auch Wächter tief beeindruckt.

Auch für Kreisrätin Brigitte Scharf aus Erbendorf ist der kleingewachsene politische Riese einer der prägendsten deutschen Politiker der Nachkriegszeit. Ohne seine Idee vom "Wandel durch Annäherung" hätte Willy Brandt in der Ostpolitik kaum jene Erfolge erzielt. Egon Bahr kennengelernt hat die 58-Jährige in erster Linie durch Bücher und zahlreiche politische Dokumentationen. Ein Zitat sei dabei besonders haften geblieben: "Bahr war der Architekt, Brandt der Bauherr. Der "Mann hinter Willy Brandt" sei ein ungemein kluger Kopf gewesen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Eschenbach (13379)August 2015 (7425)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.