SPD-Kreistagsfraktion besichtigt Siemens Healthcare Kemnath - Kreative Mitarbeiter
Für den Landkreis lebenswichtig

Jens Priebe von der Siemens-Geschäftsleitung (Dritter von links) sowie die Betriebsräte Albert Braun, Harald Tretter (hinten von rechts) und Wolfgang Drechsler (Dritter von rechts) führten die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion um Vorsitzenden Rainer Fischer (Fünfter von rechts) durch den Kemnather Standort. Bild: den
Lokales
Kemnath
21.10.2014
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Um die Zukunft des Siemens-Healthcare-Standortes ist den Betriebsräten nicht bange. Im Gespräch mit Mitgliedern der SPD-Kreistagsfraktion, verstärkt durch Bürgermeisterin Friederike Sonnemann aus Waldershof und Bürgermeister Manfred Kratzer aus Ebnath, zeigten sie sich überzeugt, auch die künftigen Herausforderungen bewältigen zu können.

Der angekündigten neuen Struktur mit der Ausgliederung des Healthcare-Sektors aus dem Konzern sehe man zwar gespannt, aber auch mit Selbstvertrauen entgegen. "Wir sind nicht ängstlich, bereiten uns aber auf alle Eventualitäten vor", betonte Betriebsratvorsitzender Harald Tretter.

Er sowie sein Kollege Albert Braun sähen sich zwar in erster Linie als Anwalt der Arbeitnehmer, jedoch arbeiteten sie auch mit der Werkleitung an der Zukunft des Standortes. Die Kreativität der "Siemensianer" bei Vorschlägen zur Verbesserung der Produktionsprozesse und des Arbeitsumfeldes sowie die Bereitschaft der Firmenleitung, auf viele dieser Anregungen einzugehen, seien ein nicht hoch genug einzuschätzender Standortvorteil. Nicht zuletzt darauf beruhe die mehr als 50-jährige Erfolgsgeschichte in Kemnath.

Fraktions- und Kreisvorsitzender Rainer Fischer hob die Bedeutung dieses Werks für den Landkreis Tirschenreuth hervor. "Ohne Siemens, den 1200 Arbeitnehmern und einigen weiteren Leuchttürmen wären wohl alle Bemühungen, unsere Heimat trotz der demografischen Entwicklung liebens- und lebenswert zu erhalten, zum Scheitern verurteilt."

Dem Meinungsaustausch war eine Besichtigung der Produktionshallen vorausgegangen. Den Gästen standen dabei Tretter sowie Jens Priebe, Vertreter der Standortleitung, für Fragen zur Verfügung.

Fraktionsmitglieder, die den Standort von früheren Besuchen kannten, waren besonders von dessen Entwicklung zum High-Tech-Betrieb angetan. Es sei offensichtlich, so Krummennaabs Bürgermeister und stellvertretender Fraktionsvorsitzender Uli Roth, dass die Fertigung von derart hochmodernen und komplexen medizinischen Apparaten nur mit motivierten und besonders qualifizierten Mitarbeitern möglich ist.

Mit Lebkuchen aus der Klosterstadt Waldsassen dankte Rainer Fischer Jens Priebe, Harald Tretter und Albert Braun, der den Besuch organisiert hatte. Er versicherte, mit dem Betriebsrat in Kontakt zu bleiben und bei Problemen auch als "Briefträger zur großen Politik" zu dienen.
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