Sternsinger sprechen auch Englisch

"Gott segne euch auf euren Wegen zu den Menschen, wenn ihr die Freude Christi in die Häuser und Wohnungen tragt", sagte Stadtpfarrer Konrad Amschl (rechts) zu den Sternsingern nach dem Aussendungsgottesdienst in der Kemnather Stadtpfarrkirche. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
07.01.2015
9
0

Es ist ein alter Brauch im neuen Jahr, dass Sternsinger den Segen in die Häuser bringen. In der Stadt Kemnath und den Dörfern schwärmten rund 50 "Könige" aus. Auch die amerikanischen Familien bekamen von ihnen Besuch.

Die Sternsinger waren in der Pfarrei Kemnath an zwei Tagen unterwegs. Elf Gruppen - 37 Ministranten und elf Begleiter - gingen am Sonntag im Stadtkern von Kemnath und in den umliegenden Dörfern. Sieben Gruppen - 24 Ministranten und vier Begleiter - besuchten die Familien am Dreikönigstag in den übrigen Straßen.

"Insgesamt waren 50 Ministranten als Sternsinger und als Begleitpersonen unterwegs", berichtete Pastoralreferent Alfred Kick, "manche gingen sogar an beiden Tagen." Er übernahm die Einteilung der Gruppen und die Organisation. In der Regel bestand eine Gruppe aus einem Sternenträger und den drei Weisen. Jeder hatte einen Vierzeiler als Segensspruch gelernt. Bei ihren Besuchen in den amerikanischen Familien sagten ihn die Sternsinger in englischer Sprache auf.

Als Anerkennung für ihren selbstlosen Dienst bekamen sie einen Döner-Gutschein. In den Häusern baten die Sternsinger um eine Geldspende für die über 3000 Kinderhilfsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika, Ozeanien und Osteuropa. "Gesunde Ernährung für die Kinder auf den Philippinen und weltweit", lautete heuer das Motto des Dreikönigssingens. Nach ihrem Segensspruch teilten sie in den Häusern Textbänder mit der Aufschrift "20 C+M+B 15" zum Ankleben auf die Wohnungstür aus. Das ist die Abkürzung des lateinischen Segensspruchs "Christus mansionem benedicat", der übersetzt "Christus segne dieses Haus" bedeutet.

"Schön, dass ihr alle zu unserem Aussendungsgottesdienst gekommen seid", begrüßte Pastoralpraktikant Peter Stubenvoll die Sternsinger nach ihrem feierlichen Einzug in die Stadtpfarrkirche. Er hatte den Aussendungsgottesdienst vorbereitet. "Segen bringen - Segen sein" stand groß auf dem Plakat für die Aktion Dreikönigssingen vor dem Volksaltar. Einen Korb mit Essen, einen Krug mit Wasser, ein Körbchen mit Geld, ein Schulbuch, einen Erste-Hilfe-Koffer und ein Herz brachten sechs Sternsinger bei den Fürbitten als symbolische Gaben zum Altar.

Nach dem Evangelium erklärte Stubenvoll die Bedeutung von Weihrauch, Gold und Myrrhe. "Das sind die Gaben, die die weit gereisten Könige aus dem Morgenland dem Kind in der Krippe mitgebracht haben." Nach dem Schlussgebet segnete Stadtpfarrer Konrad Amschl das Dreikönigswasser, den Stern, die Kreide und den Weihrauch. Dann rief er den Segen Gottes auf alle Sternsinger herab.

"Wir kommen daher aus dem Morgenland" und "Im Namen des Vaters sind wir hier, wir schreiben den Segen an eure Tür" und andere Sternsingerlieder sang der Kammerchor Kemnath unter der Leitung von Josef Zaglmann beim Aussendungsgottesdienst.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.