Teddy-Bären lindern Not

Initiator Jörg Gerolstein, Wolfgang Drechsler (Betriebsrat), Tanja Mayer (Mitarbeiter- und Pensionärsverein) und Siemens-Standortleiter Alfred Koch (von links) waren überwältigt von der Spendenbereitschaft. Bild: hwk
Lokales
Kemnath
18.09.2015
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Qualitätsarbeit ist Alfred Koch von seinem Mitarbeitern gewohnt. Doch auch außerhalb der Kemnather Siemens Healthcare GmbH packt die Belegschaft mit an, um die Not von Flüchtlingskindern in der Region zu lindern.

Kurzfristig starteten sie eine Sammelaktion unter Federführung des Mitarbeiter- und Pensionärsvereins von Siemens Kemnath. Dabei kamen zwei große Autoanhänger voll mit Kinderkleidung, Windeln, Decken, Kuscheltieren und weiteren Sachspenden für die Mädchen und Buben aus Kriegsgebieten zusammen.

Ohne Schuhe auf der Flucht

Siemens-Mitarbeiter Jörg Gerolstein berichtete von der Not der vor Kurzem in Wiesau angekommenen Flüchtlingskinder. Sie hatte er bei einem Einsatz des BRK betreut. "Viele Kleinkinder und Jugendliche kamen ohne Schuhe und nur mit dem Notwendigsten von ihrer Flucht in unserer Region an. Die Not ist streckenweise sehr groß".

Kurzerhand organisierte der Mitarbeiter- und Pensionärsverein mit Unterstützung der Standortleitung um Alfred Koch und dem Betriebsrat um Wolfgang Drechsler eine Sammelaktion. Gesucht war vor allem Kinderkleidung. In Zusammenarbeit mit dem Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes in Tirschenreuth erstellten die Verantwortlichen eine Liste mit den am dringendsten benötigten Sachen.

Die erste Sammelaktion füllte schon mehrere Kartons mit Windeln, Kleinkinderkleidung, Spielsachen, Kuscheltieren, Decken und Betten. Auch Kinderwagen und Reisebetten stellten die Mitarbeiter zur Verfügung. "Die spontane Hilfsbereitschaft übertrifft unsere Erwartungen auf ganzer Linie", freute sich Jörg Gerolstein. "Geschätzt konnten wir weit über 2500 Gegenstände sammeln." Ein Hänger voll Sachspenden fuhr bereits am Freitag in Wiesau vor der Flüchtlingsunterkunft vor. Das BRK und weitere dort tätige Hilfsorganisationen nahmen die Spendenlieferung entgegen: "Die Hilfsbereitschaft der Region ist sehr groß. Dennoch freuen wir uns riesig über die Spenden für die Kinder, da hier sehr großer Bedarf vorhanden ist", lässt das BRK vor Ort wissen.

Hilfe macht sprachlos

Alfred Koch zeigte sich sehr erfreut über die Hilfsbereitschaft der Belegschaft. "Von Sachspenden über aktive Mithilfe bis hin zur kostenlosen Bereitstellung des Hängers und der Fahrzeuge reicht hier die Unterstützung, die mich schon fast sprachlos macht. Hier kann ich nur ,Vergelt's Gott' sagen", erklärte der Standortleiter.

Zu Wochenbeginn startete eine zweite Sammelaktion. Die nun eingegangenen Sachspenden werden dem Roten Kreuz im Kreisverband zur Verfügung gestellt. "Damit ist die Verteilung an die Stellen, an denen der größte Bedarf herrscht, sichergestellt", betonte Gerolstein.
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