Tod auf dem Stundenplan

Sehr positiv bewerteten Realschuldirektor German Helgert (links) und die Realschullehrerinnen Sonja Sporrer, Simone Sieber, Julia Emmerling und Doris Jentsch (von rechts) die Vorträge von Hildegard Haupt (Zweite von links) in allen zehnten Realschulklassen. Bild: (jzk)
Lokales
Kemnath
22.04.2015
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Mit dem Tod und Palliativstationen beschäftigen sich Zehntklässler selten. In der Kemnather Realschule nahmen sie sich mit Trauerbegleiterin Hildegard Haupt das Thema vor.

Ein positives Resümee zog die Fachschaft Religion der Realschule zur Aktion "Hospizarbeit, Trauer- und Sterbebegleitung" in den zehnten Klassen. Hospizhelferin und Trauerbegleiterin Hildegard Haupt aus Grafenwöhr weckte das Interesse der Jugendlichen für das Thema.

"Die Jugendlichen waren offen und wissbegierig. In manchen Klassen kam eine lebhafte Diskussion in Gang", stellte Haupt fest. Kaum einer der Schüler habe sich bisher mit den Themen Sterben, Hospizarbeit und Palliativstation beschäftigt. "Was geschieht im Hospiz, was auf der Palliativstation?"

Für wichtig erachtet die Hospizhelferin eine Patientenverfügung, die bereits mit 16 Jahren ausgefüllt werden kann. "Die Eltern sollen Bescheid wissen, was ihr Kind will", meinte sie. "Eine gute Unterstützung des Schwerkranken ist viel wichtiger als die sogenannte aktive Sterbehilfe", betonte sie. Mit den behandelnden Ärzten solle auf alle Fälle ein Notfallplan abgesprochen werden.

Die Jugendlichen sollen sich auch schon in dieser Altersstufe damit auseinandersetzen, war die einhellige Meinung der Lehrkräfte. "Die Thematik ist im Religionslehrplan der zehnten Klassen fest verankert", betonte Studienrätin Simone Sieber.
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