Türöffner in die Arbeitswelt

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Lokales
Kemnath
04.10.2014
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Viele Schüler wissen zum Ende ihrer Schullaufbahn noch nicht, wie es weiter gehen soll. Die Frage nach dem optimalen Beruf gerät zu einer Hängepartie. Antworten bietet auch in diesem Jahr die Ausbildungsmesse Kemnath - für Schüler und für Unternehmen.

"Karriere mit Lehre", "Fachkräftesicherung" und "Duales Studium" sollen die Schwerpunkte bei der 7. Ausbildungsmesse sein. Sie öffnet am Samstag, 11. Oktober, von 9 bis 14 Uhr in der Mittelschule ihre Pforten. Veranstalter sind die Wirtschaftsförderung und das Gründerzentrum im Landkreis Tirschenreuth, die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer Regensburg, die Industrie- und Handelskammer Regensburg, die örtlichen Schulen, das Landratsamt und die Stadt Kemnath. Schirmherr ist Bürgermeister Werner Nickl.

Rektor Josef Etterer freute sich, nach zwei Jahren wieder Gastgeber zu sein. Dass die Messe nicht in der Mehrzweckhalle, sondern in den Klassen- und Fachräumen abgehalten wird, hält er für einen Vorteil: "Dort sind Beratungsgespräche besser möglich als in der Halle mit hohem Lärmpegel."

54 Aussteller

Projektleiter Martin Faget erklärte, dass sich 54 Aussteller aus Industrie, Handwerk, Dienstleitung und Weiterbildung angemeldet haben. Damit habe sich das Branchenspektrum nochmals erweitert. Er rechnet mit einem großen Besucherandrang.

"Die meisten Firmen kommen gerne wieder, weil sie von unserem Konzept begeistert sind", freut sich Geschäftsführer Manfred Dietrich vom Gründerzentrum im Landkreis. "Die Messe ist sowohl für Aussteller, als auch für Besucher von großem Nutzen", betonte Schulamtsdirektor Rudi Kunz. "Wir müssen unsere Region für junge Arbeitskräfte attraktiv machen."

"Die Ausbildungsmesse kann für Jugendliche ein Türöffner in Richtung Berufsfindung sein", meinte Birgit Naumann von der Industrie- und Handelskammer. Michael Knauer von der Handwerkskammer Niederbayern/Oberpfalz war überzeugt, dass sowohl Schulabgänger, als auch Betriebe voneinander profitieren können. "Die Jugendlichen haben die Chance, sich eingehend an einem Ort über verschiedene Berufsbilder zu informieren und die Vielfältigkeit der Berufe kennenzulernen." Außerdem können Kontakte geknüpft und Praktika vereinbart werden. Für die Betriebe besteht die Möglichkeit, ihre Ausbildungsberufe detailliert vorzustellen, mit Schülern und Eltern ins Gespräch zu kommen. "Der aktive Austausch soll im Vordergrund stehen", betonte Faget.

"Viele Jugendliche sind nach der Schule hinsichtlich der Berufswahl verunsichert", berichtete Richard Zentner. "Um die Entscheidung hinauszuschieben, besuchen sie eine weiterführende Schule." Einige sind nicht darüber informiert, welche Voraussetzungen für Berufe erforderlich sind. Oft haben sie falsche Vorstellungen vom angestrebten Beruf. "Es muss nicht immer der Traum- oder Wunschberuf sein", warnte er. Die Ausbildungsmesse dient als "Kontaktbörse für Azubis" als wertvolle Hilfe in der oft schwierigen Phase der Berufsfindung.

Keine Busse

Ein Flyer, Infotafeln, Orientierungspfeile und Schüler als mobile Wegweiser sollen die Orientierung im Schulgebäude erleichtern. Nach Eröffnung und Grußworten öffnet kurz nach 9 Uhr der ausgeschilderte Rundgang durch die Klassen- und Fachräume. Für die Bewirtung der Gäste sorgen die Schülermitverwaltungen der Real- und Mittelschule. Parkplätze stehen auf dem Schulgelände zur Verfügung. Es werden keine Schulbusse eingesetzt. Es hat sich bewährt, dass die Eltern ihre Kinder bringen, mit ihnen gemeinsam die Ausbildungsmesse besuchen und sich dort gezielt beraten lassen. Der Eintritt ist frei.
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