Überredungskünste gefragt

Vorstandsmitglieder und Ehrengäste (von links): Martin Schmidt (Kreisbrandmeister), Theodor Zollitsch (Schriftführer), Andreas Luber (2. Kommandant), Jonas Graf (Beisitzer), Reinhold Ott (2. Vorsitzender), Michael Hummel (Beisitzer), Manfred Birner (Kassier), Thomas Hackenberg (1. Kommandant), Markus Plößl (Beisitzer), Manfred Birner (1. Vorsitzender, Fredi Weiß (Kreisbrandrat) und Sepp Reindl (Bürgermeister). Bild: seb
Lokales
Kemnath
04.03.2015
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Nachwuchssorgen kennt die Feuerwehr Kemnath nicht. Jeder Dritte unter ihren 96 Aktiven gehört der Jugendgruppe an. Da fällt es dem Vorsitzenden Manfred Birner sicher etwas leichter, seinen geplanten Rückzug noch einmal zu verschieben.

(seb) Bis auf zwei Umbesetzungen im Ausschuss lenkt die alte Führungsriege der Freiwilligen Feuerwehr Kemnath nach ihrer Wiederwahl für weitere sechs Jahre die Geschicke des Vereins. Vorsitzender Manfred Birner, der seinen Stuhl eigentlich räumen wollte, ließ sich von Bürgermeister Sepp Reindl noch einmal zum Weitermachen überreden. Die Hauptversammlung bestätigte ihn ebenso einstimmig wie die übrigen Mitglieder des Vorstands.

Lob für Hintergrundarbeit

Manfred Birner nannte einen aktuellen Stand von 247 Mitgliedern. Davon leisten 96 aktiven Dienst. Unter ihnen sind 32 Jungfeuerwehrleute. Im Rückblick auf das vergangene Jahr lobte er ausdrücklich die Hintergrundarbeit der Frauen einiger Feuerwehrmänner bei den Festen. Sie stünden immer wieder bereit, die Gäste zu versorgen. Außerdem erwähnte der Vorsitzende einige Erneuerungen am Gerätehaus.

Die Liste der Tätigkeiten der aktiven Truppe ging Kommandant Thomas Hackenberg durch. Zwei neue Atemschutzträger seien ausgebildet, über 200 Übungen gehalten und das Löschfahrzeug TÜV-tauglich hergerichtet worden. Neben fünf Digitalfunkgeräten und zwei Überjacken wurden noch weitere kleine Gerätschaften besorgt. Hackenbergs Vize Andreas Luber absolvierte den Gruppenführerlehrgang, und Hans Bierler ließ sich zum Gerätewart ausbilden.

Zu zwölf Einsätzen rückte die Feuerwehr Kemnath 2014 aus. Darunter waren vier kleinere Brände und drei technische Hilfeleistungen. Eher seltene Aufgaben waren das Füllen einer Löschwasserzisterne in Mertenberg, die Beseitigung eines Wespennests, eine Vermisstensuche sowie das Öffnen zweier versperrter Türen.

Spaß und Kameradschaft

"Viel Spaß haben, öfter lachen und die Kameradschaft pflegen", brachte Gruppenführer Michael Hummel die Stimmung in der Jugendfeuerwehr auf den Punkt. Sie gehöre mit 32 Mitgliedern zu den stärksten im Landkreis. Unternehmungen wie Zeltlager, Johannisfeuer oder Fußballturnier motivierten den Nachwuchs. So zogen die Jungen und Mädchen bei Leistungsprüfungen und Wettbewerben voller Elan mit.

Für seine Arbeit erntete Hummel hohes Lob von Bürgermeister Sepp Reindl und Kreisbrandmeister Martin Schmidt. Letzterer stellte auch die Bedeutung der Atemschutzträger heraus und erläuterte die nächsten Schritte bei der Einführung der Digitalfunkgeräte.
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