Verein gibt viel Geld aus für die Flora und Fauna
Kaufen und schützen

Peter Hausbeck aus Kemnath ist Vorsitzender der erfolgreich in der ganzen Oberpfalz agierenden Naturschutzorganisation VSL. Bild: bkr
Lokales
Kemnath
23.04.2015
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Der Schwerpunkt der Grundstücksankäufe des Vereins zum Schutz wertvoller Landschaftsbestandteile in der Oberpfalz (VSL) lag im vergangenen Jahr im Landkreis Tirschenreuth. Die positive Arbeit der Naturschutzorganisation trübte bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Freitag in Schwandorf die Todesnachricht von Dr. Wolfgang Völkl aus Seybothenreuth. Er gehörte dem Verein nicht als Mitglied an, arbeitete jedoch eng mit ihm zusammen und erstellte Gutachten insbesondere über die Fauna der VSL-Grundstücksflächen.

Nach der Expertise von Dr. Völkl, pflegt und bewahrt der VSL hervorragende Biotope für Kreuzotter und Amphibien. Sie gehören mit zu den besten und wichtigsten in Deutschland, so Vorsitzender Peter Hausbeck aus Kemnath. Im Berichtszeitraum gelang es dem Umweltschutzverein, 21 Hektar neue Biotopflächen zu erwerben.

Elf Hektar fielen nach den Worten von Peter Hausbeck auf den Landkreis Tirschenreuth. Fünf davon liegen im Altlandkreis Kemnath. Zehn Hektar konnten im Landkreis Sulzbach-Rosenberg in Besitz genommen werden. Der Ankauf konzentrierte sich dabei auf Nasswiesen, Moorflächen und Teiche für Amphibien. Mehrere Teiche beheimaten Kamm-, Teich- und Bergmolche, selbst Knoblauchkröten konnten nachgewiesen werden.

Die Heimat seltener Moorpflanzen, von Wassergreiskraut, Moosbeere, Seggen, Fadenbinsen bis Wasserschlauch sind auf Dauer geschützt, ebenso extrem seltene Libellenarten. Die Pflege der Flächen wird weitestgehend von Landschaftspflegeverbänden oder Landwirten übernommen.

Nur der Ankauf von Flächen garantiert nach den Worten von Peter Hausbeck einen dauerhaften Erhalt der Lebensräume bedrohter Pflanzen- und Tierarten. Grund ist der zwischenzeitlich gigantische Druck auf Grund und Boden. Der Vorsitzende zerstreute mit Blick auf die immer enger werdenden Lebensräume der stark bedrohten Kreuzottern die vorherrschende Angst vor diesen Reptilien. Ihr Biss sei nicht harmlos, aber auch nicht tödlich. Jedoch sollte auf alle Fälle ein Arzt aufgesucht werden.
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