VG kann ohne Kredite arbeiten

Lokales
Kemnath
25.02.2015
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Nur ein Punkt stand auf der Tagesordnung der Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kemnath-Kastl: die Haushaltssatzung 2015. Zur Wahrung der Aufgaben für die rund 6700 Einwohner stehen 1 119 900 Euro im Verwaltungs- und 20 000 Euro im Vermögenshaushalt zur Verfügung.

Roman Schäffler von der Finanzverwaltung stellte das umfangreiche Zahlenwerk vor. Demnach verringert sich das Gesamtvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 22 500 Euro. Gemeinschaftsvorsitzender Werner Nickl betonte eingangs, dass keine Kredite zur Finanzierung von Ausgaben des Vermögensetats aufgenommen werden müssen. Ebenso werden darin laut dem Kemnather Bürgermeister keine Verpflichtungsermächtigungen festgesetzt.

Der durch sonstige Finanzeinnahmen nicht gedeckte Bedarf (Umlagesoll) zur Finanzierung von Ausgaben im Verwaltungshaushalt beträgt 776 156 Euro, was eine Steigerung um rund 66 000 Euro bedeutet. Für die Berechnung der Verwaltungsumlage dienten die zum 31. Dezember 2013 ermittelten 6691 Einwohner. Als Höchstbetrag der Kassenkredite zur rechtzeitigen Leistung von Ausgaben sind 100 000 Euro eingestellt.

Austausch verschoben

Im Rückblick auf die Haushaltsjahre 2013 und 2014 verringert sich trotz höherer Personalausgaben die Entnahme aus der Rücklage. Grund sind Mehreinnahmen aus den Verwaltungskosten und Einsparungen beim Verwaltungs-/Betriebsaufwand von 60 000 auf 50 000 Euro. Dazu trug bei, dass der geplante und eigentlich notwendige Austausch der Telefonanlage aus technischen und wirtschaftlichen Gründen nicht erfolgte. Diese Maßnahme solle im Zuge der anstehenden Rathaussanierung umgesetzt werden. Laut Schäffler war der Kassenstand der VG in den beiden vorangegangenen Jahren durchwegs positiv. Der Höchstbetrag der Kassenkredite sei nicht überschritten worden.

Durch die auf 20 000 Euro verringerte Entnahme aus der Rücklage und dem erneuten Verzicht auf eine Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt schließt der Vermögenshaushalt mit 20 000 Euro. Ausgaben in gleicher Höhe sind für Arbeitsgeräte, Büro- und EDV-Ausstattung vorgesehen.

Hauptpositionen im Verwaltungsetat auf der Ausgabenseite sind laut Schäffler die Personalkosten, die sich um 25 200 auf 1 023 400 Euro erhöhen werden. Weitere nennenswerte Ausgabenpositionen seien unter anderem Geschäftsausgaben, Verwaltungs- und Betriebsausgaben und Erstattungen an den Bund, die zusammen die restlichen knapp 100 000 Euro ausmachen.

Bei den Personalkosten sei aufgrund der letzten Tarifeinigung im Bereich der kommunalen Beschäftigten mit einer Steigerung um 2,4 Prozent zu rechnen, bei Beamten sei vorsorglich eine lineare Besoldungserhöhung von 3 Prozent berücksichtigt worden, ebenso die Übernahme einer bisher als Auszubildende beschäftigte Mitarbeiterin und mögliche Veränderungen durch Beförderungen oder der Änderung der Arbeitszeit.

Bei den allgemeinen Geschäftsausgaben konnte der Haushaltsansatz geringfügig vermindert werden, da keine Wahlen anstünden. Die Veränderungen der Prüfkosten durch den nunmehr zuständigen Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband bezeichnete Schäffler als geringfügig.
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