Viele Trauergäste nehmen Abschied von Werner Weiß
Immer für andere eingesetzt

Lokales
Kemnath
06.11.2015
5
0
(jzk) "Wir alle sind betroffen, wenn ein geschätzter Mitmensch wie Werner Weiß so unerwartet aus unserer Mitte gerissen wird", sagte Stadtpfarrer Konrad Amschl beim Requiem in der Stadtpfarrkirche. Er hatte ihm kurz vor seinem Tod im Klinikum Bayreuth die Sterbesakramente gespendet. "Was war seine besondere Art und Weise, mit dem Leben und den Menschen umzugehen?", fragte er.

"Das BRK-Altenheim wurde seine große Lebensaufgabe", betonte der Geistliche. Ein Projekt, das ihm besonders am Herzen lag, war der Neubau der Altenheimkapelle. "Er kümmerte sich nicht nur um das leibliche, sondern auch um das geistliche Wohl der ihm anvertrauten Menschen", sagte Amschl. "Die Heimbewohner und Mitarbeiter schätzten ihn in seiner liebenswürdigen und unkomplizierten Art, die aber auch eine klare Meinung vertrat." Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand blieb er der Idee des Roten Kreuzes stark verbunden und übte in verschiedenen Gremien Ehrenämter aus. Aktiv war er auch in der Gebietsverkehrswacht und im CSU-Ortsverband. "Der Verstorbene war ein Mensch, auf den man sich verlassen konnte", betonte der Geistliche. Mit seiner Ehefrau Brigitte war er 41 Jahre verheiratet.

"Werner Weiß war immer ein aktiver Rotkreuzler", betonte BRK-Kreisvorsitzender Franz Stahl. In seine Dienstzeit fielen unter anderem der Anbau des BRK-Heims und die Sanierung des gesamten Gebäudekomplexes. Dadurch sei für die Bewohner eine Wohnstätte geschaffen worden, die ihnen in der Endphase ihres Lebens einen Aufenthalt in Würde und Zufriedenheit ermögliche. Trotz seiner vielfältigen Erkrankungen habe sich Weiß nicht unterkriegen lassen. Mit großem persönlichen Einsatz prägte er den Aufbau und die Arbeit der 2012 neu gegründeten Gemeinschaft "Wohlfahrt- und Sozialarbeit" im BRK. Seit 2014 war er ehrenamtlicher Beauftragter der Gemeinschaft auf Landesebene und damit zugleich Mitglied im BRK-Präsidium und im BRK-Landesvorstand. "Werner Weiß hat sich aus Liebe zum Menschen stets für die Belange andere eingesetzt", betonte Bürgermeister Stahl.

Die musikalische Gestaltung des Requiems hatte der Kemnather Kirchenchor übernommen. Lang war der Trauerzug von der Stadtpfarrkirche zur neuen Aussegnungshalle.
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9610)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.