Vom Ministerium alleingelassen

Lokales
Kemnath
27.02.2015
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Die Grund- und Mittelschullehrer seien heute besonderen Belastungen ausgesetzt. Dabei machen ihnen laut Heike Merther nicht nur Schüler und Eltern, sondern auch das Kultusministerium das Leben schwer.

"Die Anforderungen vom Kultusministerium und der Regierung schöpfen unsere Leistungsfähigkeit bis zum Äußersten aus" betonte Heike Merther in der Jahreshauptversammlung der Kemnather Kreisgruppe des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV, wir berichteten). Die Einführung und Umsetzung des Grundschullehrplans erfolgte ohne konkrete Hilfen für die Umsetzung, kritisierte die scheidene Vorsitzende im Foyer der Mehrzweckhalle. Viele Eltern betrachten die Schule als Dienstleistungsbetrieb, der gänzlich versage, wenn ihr Kind nicht die geforderten Noten für den Übertritt mitbringe.

Andere zeigten wenig Interesse für die schulischen Belange und seien mit der Erziehung überfordert. Nicht wenig Erziehungsberechtigte bildeten sich ein, mehr über das Unterrichten zu wissen als der Lehrer mit seiner pädagogischen und fachlichen Ausbildung. "Die Schüler werden psychisch immer labiler und machen es uns immer schwerer, sie zu unterrichten und zu erziehen", klagte Merther. "Trotzdem ergreifen immer noch genügend junge Leute diesen Beruf", freute sie sich. Allerdings sollte man ihn als Berufung sehen. "Ein Lehrer muss Kinder mögen, sonst wird es für ihn sehr schwer.

Verband gibt Sicherheit

"Gerade in der heutigen Zeit ist der Lehrerberuf kein leichter", stellte Merther fest. "Aber im Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverein haben wir eine starke Vertretung, die etwas für uns bewirken kann." Daher bedankten sich die bisherige Kreisvorsitzende und der stellvertretende Bezirksvorsitzende Albert Schindlbeck bei den Jubilaren für ihre langjährige Treue zum BLLV, die gerade in heutiger Zeit wirklich beachtenswert sei. Die Gewissheit, bei allen schulischen und rechtlichen Angelegenheiten einen kompetenten Ansprechpartner zu haben, der hinter seinen Mitgliedern stehe, gebe Sicherheit und Gelassenheit.

"Wir müssen alle zusammenhalten, um unsere berechtigten Interessen zu vertreten", forderte sie die Anwesenden auf. Immer wieder zeige sich, dass der Lehrerverein wirklich etwas erreichen könne.
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