Vorwärtsdrang nach Rückbau

Die "Schukis" brachten ihre Freude mit einem Lied zum Ausdruck. Bild: stg
Lokales
Kemnath
30.10.2014
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Knapp ein Jahr wurde gebaut, nun erhielten die neuen Räume der Kindertagesstätte Li-La-Löhle ihren Segen. Ein Tag der offenen Tür mit Rückblick auf die Bauarbeiten gehörte dazu.

Den ökumenischen Segen erhielten der generalsanierte Kindergarten und die erweiterte Kinderkrippe sowie der erweiterte Kinderhort von den Pfarrern Konrad Amschl und Dirk Grafe. Bürgermeister Werner Nickl ließ vor vielen Zuhörern die Geschichte des Hauses Revue passieren. "Das Gebäude steht zwar nicht in der Denkmalschutzliste, gleichwohl hat es durchaus historische Bedeutung."

Fast hundert Jahre alt

Errichtet in den 20er Jahren des vorherigen Jahrhunderts als Mädchenschulhaus, diente es nach dem Krieg als Kindergarten. Im Anbau hätten die Sternschwestern gewohnt, die jahrzehntelang schulische und betreuende Aufgaben übernommen hatten. "Viele von uns gingen hier in den Kindergarten, machten die ersten selbstständigen Schritte weg vom Elternhaus", erinnerte sich Nickl.

Ein Neubau sei im Stadtrat nie zur Diskussion gestanden. Nach Abschluss der Baumaßnahmen verfüge die Kommune über die größte Kindertagesstätte im Landkreis: 205 Plätze in der Kita - 45 in der Kinderkrippe, 120 im Kindergarten und 40 im Kinderhort. "Wir sind bestens für die Zukunft gerüstet", freute sich Nickl. Die Maßnahme sei Ausdruck, dass sich die Kommune die Familienfreundlichkeit ins Stammbuch geschrieben habe. Architekt Günther Lenk verdeutlichte, dass eine Einrichtung entstanden sei, die es den Eltern leicht mache, ihre Kinder wohlbehütet unterzubringen. Sowohl Bauzeit wie -kosten seien wie kalkuliert eingehalten worden. "Die Stadt kann sicher sein, dass wirtschaftlich gearbeitet wurde und das Gesamtergebnis keine Wünsche offen lässt", sagte Lenk. Ohne die Auslagerung des Kindergartens wäre die Maßnahme nicht möglich gewesen, denn das Gebäude wurde in den Rohbau-Modus zurückgeführt und die komplette Raumschale neu aufgebaut. "Die Integration der früheren Hausmeisterwohnung und einiger Räume im Untergeschoss ersparte einen Anbau", erläuterte der Architekt.

Glückwünsche zur Einrichtung überbrachte stellvertretender Landrat Alfred Scheidler. "Hier sind optimale Bedingungen entstanden." Besonders hob er "Helligkeit und Weiträumigkeit" hervor. Kindergarten-Bereichsleiterin Regina Amm betonte, dass sie das Raumangebot zu schätzen wisse. Die Mitarbeiter seien bestrebt, für die Kinder entsprechende optimale Bedingungen zu schaffen. "Das ist für den Aufbau sicherer Bindungen erforderlich. So werden Kinder befähigt, mit Zuversicht ihre Aufgaben zu meistern und sich auf das Abenteuer Leben einzulassen."

Bestens gerüstet

Angelika Lober, Leiterin der Kindertagesstätte, hielt fest, dass die Stadt viel geleistet habe, um die Betreuung auf den neuesten Stand zu bringen. "Ich denke, damit sind wir für die Zukunft gerüstet", sagte Lober. Ihr Dank galt allen, die einen Beitrag dazu geleistet haben. Ein besonderes Kompliment hatte Lober für ihr Kita-Team parat: "Das vergangene Jahr war für alle nicht einfach. Ihr habt es super gemeistert." Die "Schukis", die Vorschulkinder, brachten ihre Freude mit einem Lied zum Ausdruck.
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