Wanderfreunde werben für Weg

Sie machten sich auf den Weg: Hans Rösch (von links), Anton Heindl, Christoph Pürner, Werner Spiersch, Karl-Heinz Lehner, Martina Weber und Armin Schinner probierten einen permanenten Wanderweg in und um Kemnath aus. Bild: hrö
Lokales
Kemnath
02.09.2015
26
0

Der Wanderverein Kemnath plant permanente Wanderwege. Um einen geeigneten zu finden, hat sich der Vorsitzende mit seinen Wanderfreunden auf den Weg gemacht. Bei einem Pfad soll es nicht bleiben.

(hrö) Die Vorsitzenden des Wandervereins Karl-Heinz Lehner und des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises Hans Rösch trafen sich mit weiteren Mitgliedern in der Gaststätte "Beim Schinner" zur gemeinsamen Wanderung. Sie prüften den geplanten 10-Kilometer-permanenten-Wanderweg auf der Teilstrecke des Geo-Erlebniswegs-Kemnather-Land.

Ein permanenter Wanderweg beginnt in einem Startlokal, in dem der Wanderer die Unterlagen (Startkarte und Wegskizze) erhält und am Rückweg dort einkehrt. Weitere Anforderungen des Deutschen Volkssportverbands (DVV) an solche Rundwege: Sie führen durch besonders reizvolle Gegenden Deutschlands mit einer Streckenlänge von 5 bis 42 Kilometer. Die Wandergruppe testete auf dem neu gestalteten Geo-Erlebnisweg, ob die 10-Kilometer-Strecke den Anforderungen entspricht.

Vom Start- und Ziellokal "Beim Schinner" begaben sich die Wanderer über die Bayreuther Straße zum Primianusplatz. Nach einem Blick auf den historischen Stadtplatz mit der Maria-Himmelfahrtkirche im Osten erreichten die Teilnehmer am Eisweiher die Ostseite des Seniorenheims Falkenstein. Eine Basaltsäule auf einem Steinwaldgranit neben einer Hinweistafel über das geologische Kemnather Land ermuntert, die Spuren der Erdgeschichte in der Landschaft zu lesen.

Über den Schirnitzbach ging es zum aufgelassenen Sandsteinbruch bei der Ziegelhütte. Im unteren Teil sind helle stark verwitterte Sandsteine zu sehen. Im oberen sind die Sandsteine weniger verwittert. Zu erkennen sind Schrägschichtungskörper, die anzeigen, dass es sich hier um Flussablagerungen handelt. Danach erreichten die Wanderer nach einem kurzen Stück auf der Teerstraße Richtung Neusteinreuth das Anwesen Plannerer.

Im angenehm kühlen Herrenholz führt der Waldweg am Kemnather Waldkindergarten vorbei. Kurz vor dem Ludererweiher hat Stadtförster Klaus Ferber mit Schülern der Grund- und Mittelschule nach dem Vorbild der internationalen Bewegung "Plant for the Planet" ("Pflanzt für den Planeten") in das Kiefernaltholz verschiedene Laubhölzer gepflanzt.

Über das Vorkommen der hier geschützten Libellen informiert die Schautafel 25 am Weiherdamm. Nachdem die Teilnehmer einen Teil des Weihers umrundet hatten, führte die Markierung die Gruppe auf dem Steinberg zur Tafel 26. Auf den Spuren der Steinzeitmenschen wird auf die zahlreichen prähistorischen Fundplätze rund um Kemnath hingewiesen.

Mit Blick auf die Karpfenstadt Kemnath ging es bergab durch das Neubaugebiet Eisersdorfer Au vorbei an der Seeleite mit dem ideenreichen Kinderspielplatz auf ein Teilstück des Phantastischen Karpfenweges rund um den Stadtweiher bis zur Gaststätte Portofino. Über die Bayreuther Straße erreichte die Wandergruppe die Gastwirtschaft.

Einstimmig kam sie zur Überzeugung, dass die Vormittagswanderung auf einem Teilstück der Kemnath-Runde den Ansprüchen für einen permanenten Wanderweg entspricht. Ein weitere interessante 5-Kilometer-Strecke in Richtung Oberndorf nach Kötzersdorf und zurück über den Läufer nach Kemnath soll demnächst getestet werden. Beide permanente Wanderwege werden demnächst markiert. Ausgerüstet mit Faltblatt mit Wegeskizze und kurzen Erklärungen können die Wanderer demnächst "Beim Schinner" starten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mittelschule (11033)September 2015 (7742)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.