Wandern ganz flexibel

Vorsitzender Karl-Heinz Lehner (links) möchte im Kemnather Land einen permanenten Wanderweg einrichten. Wer sich Abzeichen erwandern will, ist dort nicht auf die wenigen offiziellen Zeiten angewiesen, sondern kann seine Kilometer abspulen, wann es ihm passt. Die Mitglieder waren von der neuen Idee nicht abgeneigt. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
08.04.2015
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Einen neuen Wanderweg plant der Wanderverein. Vorsitzendem Karlheinz Lehner schwebt etwas Besonderes vor. Bei der Hauptversammlung diskutierten die Mitglieder diese Pläne eifrig.

Start und Ziel des Wanderwegs soll "Beim Schinner" in der Bayreuther Straße sein. In der Wirtschaft soll es neben Verpflegung auch Startkarten für die Wanderer geben. So wären diese zeitlich nicht gebunden und könnten ihre Abzeichen während der ganzen Woche erwandern.

Der Weg soll zum Teil über den neuen geologischen Lehrpfad führen. Positive Gespräche mit HAK Vorsitzendem Hans Rösch habe es bereits gegeben. "In Burglengenfeld und Grafenwöhr gibt es solche permanenten Wanderwege bereits", wusste Lehner. Im Mai möchte er mit den Mitgliedern die Strecke abwandern. "Der Prospekt sollte nicht größer sein als der für den Geo-Erlebnisweg", regte Werner Klante an. Ob zu der Zehn-Kilometer-Strecke eine über fünf Kilometer kommt, ist offen.

Martin Weber schlug vor, die Nikolaus- und Winterwanderung zum Spitalhutweiher wieder einzuführen. Die Wanderung sei bei Kindern gut angekommen, für den Verein jedoch ein Draufzahlgeschäft gewesen, beklagte Kassier Anton Heindl. Martina Heindl versprach, sich Gedanken zur Kinderbelustigung zu machen. Jeder Teilnehmer sollte zwei bis drei Euro beisteuern. Karlheinz Lehner regte eine Vereinsfahrt nach Regensburg an.

Zu Beginn gedachten alle der verstorbenen Mitglieder Rudolf Ponnath (Altbürgermeister) und Margarete Hänfling. "Unser Wanderverein hat 51 Mitglieder", berichtete Vorsitzender Lehner. Seit den Neuwahlen ist er Schriftführer des Bezirksverband. Vom 29. bis 31. Mai fahre er als Delegierter zur Bundesversammlung. Traurig stimmte ihn, dass Kaltenbrunn und Regensburg heuer letztmals einen Wandertag ausrichten.

Zwei vereinsinterne Wanderungen führten in die Gabellohe. Im Dezember fand eine kleine Weihnachtsfeier statt. Der Vorstand beschloss, für jedes verstorbene Mitglied drei Messen lesen zu lassen. Positiv wurde der Vorschlag aufgenommen, in Zukunft vor der Jahreshauptversammlung einen Gottesdienst zu besuchen.

Kassier Anton Heindl berichtete von geringen Einnahmen, da bei der letzten Jahreshauptversammlung der Wegfall der Mitgliedsbeiträge beschlossen wurde. Für das 2013 geschlossene Vereinsheim in der Badstraße mussten nach der Schlussabrechnung 2014 noch erhebliche Aufwendungen beglichen werden. "Es ist noch ein kleines finanzielles Polster vorhanden, um auch in den nächsten Jahren den Wandergedanken aufrecht erhalten zu können", berichtete der Vereinskassier. Kassenprüfer Werner Klante bestätigte ihm eine einwandfreie Kassenführung.
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