Weihbischof Reinhard Pappenberger segnet Kapelle auf dem Schlossberg
Vom Schlossberg hallt die Glocke

Die beiden Hauptdarsteller rahmen Pfarrer Heribert Stretz (Mitte) auf dem Waldecker Schlossberg ein: Die neue Glocke und Weihbischof Reinhard Pappenberger. Bild: hl
Lokales
Kemnath
02.09.2015
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Weihbischof Reinhard Pappenberger sparte nicht mit Lob fürs Engagement der Waldecker. Bei der Weihe der Ägidiuskapelle und deren Glocke auf dem Schlossberg hob er die Leistung der Marktbewohner heraus. In der Ägidiuskapelle stand der Altar vor den Stelen, daneben die festlich geschmückte Glocke. Ministrantin Anna-Lena Zintl begrüßte Pappenberger mit einem Gedicht und einem Buch mit der Geschichte der Burg, die Stadtkapelle Kemnath spielte die Schubert-Messe. Pfarrer Heribert Stretz erinnerte an den Glockenguss vor einigen Wochen.

Weihbischof Pappenberger schlug vor rund 600 Gläubigen einen weiten Bogen (wir berichteten). Er ging auf Bau und Zerstörung der Kapelle im Spanischen Erbfolgekrieg ein. Er finde es gut, wenn neue Glocken läuten, wo doch meist von verstummenden berichtet wird. Das zeige, wie Tief der Glaube bei den Menschen verwurzelt ist. Die Gestaltung des Baus empfand er als symbolträchtig: Pappenberger sah darin ein Schiff, das an die Urzeit des Christentums am See Genezareth erinnert. Den Platz mit den Stelen sei Brücke und Kommandostand, von wo aus der Kurs vorgegeben wird. Die Mauern bieten Schutz vor Stürmen und Gefahren.

Er sei gerne auf dem Schlossberg, genieße den Blick bis auf seinen Heimatort Grafenwöhr. Die Ägidiuskapelle soll ein Ort der Besinnung sein. Nach der Predigt weihte Pappenberger die Glocke: "Segne diese Glocke der Burgkapelle St. Ägidius. Sie soll viele Menschen zum Gebet und auch zur Feier des Gottesdienstes oder einer Andacht rufen. Segne alle, zu denen der Ruf dieser Glocke dringen wird und führe so deine Kirche von überallher zusammen in dein Reich. Das gewähre uns durch Christus, unseren Herrn."

Er besprengte die Glocke mit Weihwasser, räucherte sie ein und salbte sie mit Chrisam. Danach wusch er seine Hände mit Zitrone und Wasser, die Stadtkapelle spielte dazu einen Choral. HuK-Vorsitzenden Georg Wagner hatte die Ehre, die geweihte Glocke als erster anzuschlagen, danach folgten noch Benedikt Zintl und der Bischof. Als Lektorin fungierte Angela Reindl. Nach dem Schlussgebet dankte Georg Wagner für die Gestaltung und lud zum Frühschoppen auf den Festplatz. Sein Dank galt auch den Köglitzer Frauen, die auf dem Weg zur Kapelle einen Blumenteppich gelegt hatten.
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