Wie aus dem Bilderbuch

An der Brückengasse gibt es kaum mehr freie Bauplätze: Kemnath boomt. Bild: stg
Lokales
Kemnath
14.11.2014
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Jeder Bürgermeister preist die Entwicklung seiner Kommune. Wenn er dies auch noch - wie am Beispiel Kemnath - mit harten Fakten belegen kann: Umso besser.

Von positiven Tendenzen in Hülle und Fülle berichtete Bürgermeister Werner Nickl bei der Bürgerversammlung im Kormann-Saal berichten. Rund 45 Zuhörer - davon allerdings etwa die Hälfte "Offizielle" wie Stadträte und Beschäftigte in der Verwaltung - lauschten den Ausführungen.

Die Zahlen verliehen der Kommune den Charakter einer Boomtown: Von 1990 bis 2014 hat die Bevölkerung um 143 Personen zugenommen, aktuell gibt es 5340 Kemnather. "Diese Entwicklung ist - gemeinsam mit der Nachbarkommune Kastl - einzigartig im Landkreis", betonte Nickl. Eine hervorragende Entwicklung zeige sich auch beim Blick auf die Anzahl der Neugeborenen: Bis Ende Oktober waren es 48 Babys - damit setzte sich der Anstieg der vergangenen Jahre fort. "Vielleicht trägt die Familienfreundlichkeit Kemnaths bei", meinte Nickl. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze habe sich erfreulich entwickelt. "Die Tendenz ist nach wie vor steigend." Waren es 2012 3196 und 2013 3201 sind es heute 3229.

Diese Zunahme von 2013 auf 2014 sei in mehreren Kommunen des Landkreises festzustellen, aber lediglich in Kemnath und Kastl zeige sich ein stetiger Anstieg in den vergangenen 20 Jahren. "Bürgerschwund", wie ihn der Landkreis Tirschenreuth insgesamt aufweise, gebe es in Kemnath nicht. In der Kommune gebe es nach wie vor doppelt so viele Ein- wie Auspendler. Die Zahl der Einpendler habe von 2408 im vergangenen Jahr auf 2441 im Jahr 2014 zugenommen.

Ein weiterer Indikator für die positive Entwicklung sei der Bauboom besonders im Baugebiet An der Brückengasse: Die Neubauten stammen überwiegend von "Nicht-Kemnathern". Aktuell gebe es nur noch drei freie Parzellen, die Ausweisung neuer Bauplätze werde bald notwendig. Nickl wies darauf hin, dass aktuell 76 private Bauplätze frei seien, auf diesen tue sich allerdings nichts.

Platz für jedes Kind

Um den Trend zu unterstützen gelte es, die Infrastruktur bereitzuhalten. Als Beispiel nannte Nickl die Kinderbetreuung: Viel Geld sei in die Sanierung des Kindergartens sowie in Anbauten an Kinderkrippe und -hort geflossen. "Li-La-Löhle" sei die größte Einrichtung ihrer Art im Landkreis, innerhalb der Stadt die kommunale Einrichtung mit den meisten Beschäftigten. "Wir nehmen weiter jedes Kind, niemand wird abgewiesen", versicherte Nickl. Bericht folgt .
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