"Wie ein Junger"

Monika Fink freute sich, dass Siegfried Zaus, Herbert Diesner, Manfred Döllinger, Rudolf Fink und Alois Lippert (von links) als Musikanten beim Wirtshaussingen fleißig aufspielten. Bild: jzk
Lokales
Kemnath
15.06.2015
4
0

Musik hält jung. Das Wirtshaussingen in der "Fantasie" legt den Schluss nahe. Besonders ein Musiker wollte sich so gar nicht altersgemäß benehmen - zur Freude der Besucher.

"Der Alois ist gut drauf", schwärmten die Volksmusikfreunde beim Wirtshaussingen im Gasthaus "Zur Fantasie". "Wie ein Junger" spielte der 87-jährige Alois Lippert auf seiner Steirischen. "Auch ohne Geld ist das Leben schön", "Unter den Kastanien spielt die Musik" "Und wenn da Sunta kimmt, da göits mit goad", "Der Wunderdoktor" und "Mariele, i hob di gern", trug der Tirschenreuther vor. Alle Texte singt er auswendig. Dass er sich selbst begleitet, ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Zwischendurch gab er humorvolle Geschichten zum Besten.

Auch der Gitarrist Hubert Diesner erhielt für seine Lieder "Da Girgl sitzt im Wirtshaus drin", "Bei der Lindn bin i gsessn" und "Schnupfen is mei Freid" viel Beifall. Auf besonderen Wunsch trug er "Gräme dich nicht, wenn dich di Sorgen bedrängen" vor. Mit einem "Boarischen", einer "Schnellpolka", dem "Breitnauer Walzer" und dem Wiesauer Stückl "Der schöne Karl" trugen Siegfried Zaus (Geige) und Josef Zaglmann(Akkordeon) bayerische Volksmusik vor. Dieter Paulus machte mit seiner Zillertaler Ratschn den Rhythmus. Als Manfred Döllinger auf seinem Akkordeon die "Herz-Schmerz-Polka" und die "Stern-Polka" anstimmte, spielten alle Musikanten mit. Monika Fink sorgte dafür, dass jeder Volksmusikant dran kam.

Zwischendurch stimmte sie Wunschlieder der Gäste an. "Horch, was kommt von draußen rein", "Kehr ich einst zur Heimat wieder", "Hoch auf dem gelben Wagen" und "Nun ade, du mein lieb Heimatland" waren die Favoriten. Für große Heiterkeit sorgte das Pfänderlied "Jetzt fahrn wir übern See". Als Mundartlieder waren "Wie schön ist das ländliche Leben" und "Mir san vom Woid dahoam" gewünscht. Auch Stimmungslieder wie das "Polenstädtchen" oder "Nach meiner Heimat, da ziehts mich wieder" fehlten nicht. Rudolf Fink und die anderen Musikanten fanden die richtige Tonlage für die Liedbegleitung.

"Wer soll das bezahlen?" fragten die Musikanten bei der Schunkelrunde, als die Stimmung ihren Höhepunkt erreichte. "Schade, dass für ein Tänzchen kein Platz in der Wirtsstube ist", meinten einige tanzfreudige Frauen. Auf Wunsch mussten die Kemnather Sängerinnen Monika Fink und Sieglinde Wick "An Sprung übers Graberl" und "Hoch im Himmel droben strahlt ein heller Stern" zum Besten geben. Diesmal begleitete sie Josef Zaglmann.

Immer wieder griff ein Gast zum Mikrophon und erzählte einen Witz. Auch Gastwirt Johann Sertl reihte sich erfolgreich in die Gruppe der Witzeerzähler ein. Zusammen mit seinem Team sorgte er für Speis und Trank.

Mit den beiden besinnlichen Liedern "Ade zur guten Naht" und "Guten Abend, gut Nacht" endete das Singen. Am 10. Juli treffen sich die Volksmusikfreunde um 19.30 Uhr zum Wirtshaussingen im Hotel Sonnental in Neusorg.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juni 2015 (7771)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.