Wie geht es mit dem Löschwitzer Santana weiter: Kemnather Stadträte von Spielothek-Plänen wenig ...
Kein Spielfieber im Bauausschuss

Früher gut besuchte Disco, seit einigen Jahren Leerstand und demnächst Spielothek? Die Pläne für "die Santana" in Löschwitz stoßen im Kemnather Bauausschuss auf mäßige Begeisterung. Bild: stg
Lokales
Kemnath
26.08.2015
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Schon bald könnte neues Leben in die Disco Santana einkehren. Allein die Teilnutzung der Löschwitzer Disco als Spielothek sorgt im Bauausschuss für Magengrummeln. Länger war es ruhig um "die Santana", nachdem die Gaststätte vor einigen Jahren schloss. Nun gibt es neue Pläne: Eigentümer Alexander Nicolas reichte für die jüngste Sitzung des Bauausschusses eine Voranfrage ein: Er möchte Wohnung und Gaststätte wieder nutzen, aus dem Musikcafé soll aber eine Spielothek werden.

Die Begeisterung im Gremium hielt sich allerdings merklich in Grenzen. "Wir müssen uns fragen, ob wir in einem Dorfgebiet eine Spielothek zulassen wollen", sagte Bürgermeister Werner Nickl. Von rechtlicher Seite sei es möglich, eine Ausnahmegenehmigung für eine solche Vergnügungsstätte zu erteilen. Nickl verwies darauf, dass es in Kemnath bereits zwei Spielotheken gebe, eine dritte Einrichtung in Kemnath sei nicht genehmigt worden. "Mit einem positiven Bescheid würden wir Dinge unterstützen, die wir in der Stadt nur begrenzt wollen", sagte der Bürgermeister.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig: Eine Belebung der Gaststätte wäre sinnvoll, die Nachfrage sei da. Bürgermeister Nickl erläuterte auf Nachfrage, dass der Spielothek-Nutzung wohl höhere Priorität zukomme. Der vorgesehene Betreiber führt bereits zwei Spielotheken im Kemnath. Die Spielothek soll eine Fläche von etwa 150 Quadratmetern einnehmen, Alkohol würde dort nicht angeboten. Den Durchgang zur Gaststätte soll es weiterhin geben.

Die deutlichste Ablehnung kam von der Kemnather Familienbeauftragten Jutta Deiml: "Schon allein wegen der Folgen für Familien halte ich von so einer Einrichtung gar nichts." Eine Entscheidung traf das Gremium nicht. Zuvor soll sich das Landratsamt dazu äußern. Allerdings einigte sich das Gremium darauf, dem Antragsteller zu signalisieren, "dass man einer Gaststätte sehr positiv gegenüberstehe, der Spielothek dagegen eher skeptisch."
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