Wildbret ständig unter Kontrolle

Fachmännisch begutachteten die Jäger um Vorsitzenden Dr. Wolfgang Schinner (links) die ausgestellten Trophäen von Rot-, Schwarz- und Rehwild. Bild: hrö
Lokales
Kemnath
28.05.2015
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29 Jahre liegt die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl inzwischen zurück. Mit den Folgen der Strahlenbelastung vor allem beim Schwarzwild haben die Jäger noch immer zu tun. Doch Dr. Wolfgang Schinner gab in der Jahreshauptversammlung der Waidmänner Entwarnung.

(hrö) Laut dem Vorsitzenden der Kemnather Kreisgruppe des Bayerischen Jagdverbandes wird die Wildbret-Belastung laufend kontrolliert. Die Kreisgruppe habe dafür ein eigenes Strahlenmessgerät angeschafft, berichtete Dr. Wolfgang Sinner im Foyer der Mehrzweckhalle. Dieses zeigte 2014 bei einem Schwarzwild eine und 2015 bei drei Frischlingen eine Überschreitung an. Das Wildbret sei entsorgt, der Jagdpächter entschädigt worden. Der Vorsitzende hob daher hervor, dass Wildbret vom Jäger aus der Region ein Bio-Produkt sei.

Hundeobmann Hubert Mühlhofer berichtete über den erfolgreichen Vorbereitungskurs für die Brauchbarkeitsprüfung der Jagdhunde. Allen sechs Vierbeinern sei die jagdliche Brauchbarkeit bescheinigt worden. Neuanmeldungen für 2015 sind noch unter Telefon 09642/8115 möglich.

Die mit dem Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreis (HAK) sowie den Kemnather Jägern gezeigte Sonderausstellung "Die Jagd im Wandel der Zeit" sei ein großer Erfolg gewesen. Naturschutzreferent und HAK-Vorsitzender Hans Rösch dankte allen, die sich an der Schau im Turmdurchgang und in den Meisterstuben beteiligt haben. Sein besonderer Dank ging an die Wildlandstiftung für die hervorragende Ausstellung "Unsere wilden Hühner" und an die Kaibitzer Schlossbläser für die musikalische Gestaltung der Eröffnung.

Weniger Schwarzwild

Wer in Bayern jagen will, muss eine gründliche Ausbildung nachweisen und bei der Jägerprüfung beweisen, dass er das älteste Handwerk der Menschheit beherrscht. Einmal im Jahr legen die Waidmänner bei der staatlich vorgeschriebenen Hegeschau vor, was sie im vergangenen Jahr an Schalenwild der Wildbahn entnommen haben. Die Hegeringleiter stellten die Streckenlisten über Hoch- und Niederwild vor. Beim Schwarzwild war ein leichter Rückgang zu bemerken. Die gesetzlich vorgeschriebenen Schalenwildabschüsse wurden in allen Hegegemeinschaften erfüllt. Nach jagdlicher Tradition wurde jede erlegte Wildart mit dem dazu bestimmten Signal von den Kaibitzer Schlossbläsern verblasen. Mit dem Signal "Jagd vorbei Halali" beendete Dr. Schinner den offizielle Teil der Versammlung.
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