Zintl soll weitermachen

Leonhard Zintl. Bild: mez
Lokales
Kemnath
14.07.2015
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Die Mittelstandsunion im Landkreis Tirschenreuth wählt am 30. Juli in der Erbendorfer Stadthalle eine neue Führungsriege. Bei der wichtigsten Personalie hat zumindest der amtierende Vorstand schon eine Entscheidung getroffen.

Für eine weitere Amtszeit des Kreisvorsitzenden Leonhard Zintl sprach sich Alfons Meierhöfer aus. "Was du in den letzten Jahren hier auf die Beine gestellt hast, ist mehr als nur bemerkenswert und verdient auch Anerkennung und Respekt", betonte der Beisitzer in der Vorstandssitzung in den Hollerhöfen.

Erneut ein Thema war der Mindestlohn. Im Koalitionsvertrag hatten CDU/CSU und SPD einen Bürokratieabbau vereinbart. Mit den derzeitigen Regelungen sei aber genau das Gegenteil der Fall, betonte Zintl. Ausufernde Dokumentationspflichten und unüberschaubare Haftungsrisiken belasteten gerade kleinere Unternehmen und sorgten für Unsicherheit.

Auch die Neugestaltung der Erbschaftssteuer stieß auf Kopfschütteln. Steuererhöhungen wurden im Koalitionsvertrag ebenso ausdrücklich ausgeschlossen, doch nach dem aktuellen Entwurf werde es Erhöhungen gerade für Familienunternehmen geben, obwohl diese Arbeitsplätze erhalten.

Zintl freute sich über die sehr gute Mitgliederentwicklung. Der Kreisverband gehöre mittlerweile zu den mitgliederstärksten im ganzen Bezirk Oberpfalz. Der Waldecker erinnerte ebenso an das Kamingespräch mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der Metropolregion Nürnberg, Franz Stahl. Der Tirschenreuther Bürgermeister habe dabei die möglichen Synergieeffekte, aber auch die Fördermöglichkeiten zwischen Stadt und Land erläutert.

Weiter ging der Kreisvorsitzende auf die Buchvorstellung "Warum Gewinner mehrfach siegen" von Theo Bergauer, den Besuch des Stückes des Landestheaters Oberpfalz "Die Kurpfuscherin" auf der Burg Leuchtenberg sowie die Firmenbesichtigung bei der Firma Container Kraus in Planá ein. Höhepunkt des ersten Halbjahres sei der zweite Nordoberpfälzer Wirtschaftstag mit dem ehemaligen Wirtschaftsminister Otto Wiesheu gewesen. Dieter Ernstberger erinnerte an dessen Aussagen unter anderem zur Flüchtlingsproblematik oder an dessen Forderung, das die Gesellschaft vom Umverteilungs- wieder in den Arbeits- und Produktionsmodus zurückkehren sollte. Ständig neue Streiks trügen nur selten zum sozialen Frieden bei. Die Wirtschaft und ihre Menschen sähen sich heutzutage anderen Herausforderungen gegenüber als früher.

Mehler vorgeschlagen

Für den deutschlandweit ausgeschriebenen Mittelstandspreis schlug der Kreisvorstand einstimmig Tuchfabrikanten Paulus Mehler aus Tirschenreuth vor. Die lange Tradition des Familienunternehmens auf der einen und ihr Gespür für neue unternehmerische Trends auf der anderen Seite zeige eindrucksvoll, wie erfolgreich der Tirschenreuther Mittelständler am Markt sei, erklärte Zintl.

Kreisrat Marco Vollath informierte über die finanzielle Lage und den Haushalt des Landkreises.
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