Albert Füracker beim Politischen Frühschoppen der CSU
Bürger haben Anspruch auf Sicherheit

"Nicht nur die Großstädte, sondern auch die ländlichen Regionen haben große Lebensqualität." Zitat: Albert Füracker
Politik
Kemnath
16.08.2016
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Bayern sieht Albert Füracker vor großen Herausforderungen. "Wir wollen Flüchtlinge aufnehmen, aber auch die innere Sicherheit gewährleisten, auf die unsere Bürger einen Anspruch haben", betonte der Staatssekretär beim Politischen Frühschoppen der CSU. Im Wiesenfestzelt sagte er "2000 Polizisten mehr und eine bessere Ausrüstung" zu.

Ausdrücklich sprach sich der CSU-Bezirksvorsitzende für eine Obergrenze bei der Flüchtlingsaufnahme aus. "Kein Land setzt die Integration von Flüchtlingen besser um als wir", Deutschland könne aber nicht jedes Jahr eine Million Menschen aufnehmen. Die Hilfsbereitschaft dürfe nicht überstrapaziert werden.

Sehr deutlich sprach sich der Redner für eine Stärkung des ländlichen Raums aus. "Nicht nur die Großstädte, sondern auch die ländlichen Regionen haben große Lebensqualität." Jungen Menschen sollten in der Region bleiben und hier arbeiten. Dazu müsse die Politik eine moderne Infrastruktur schaffen und verstärkt in das Straßen- und Schienennetz sowie die digitale Infrastruktur investieren. "Der kommunale Finanzausgleich steigt kontinuierlich an", berichtete Füracker, die bayerischen Kommunen hätten noch nie so hohe Schlüsselzuweisungen erhalten wie jetzt.

Ein deutliches Zeichen für die Stärkung der Regionen seien die Behördenverlagerungen. Ausdrücklich dankte er Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß, der mit ihm beim Konzept "Heimatstrategie - Behördenverlagerung" den Einzug einer Außenstelle des Zentrums Bayern Familie und Soziales mit 20 Mitarbeitern in das bisherige amtsgerichtliche Zweigstellengebäude in Kemnath durchgesetzt habe. Auch die Mittel für die Dorferneuerung werden erhöht.

"Natürlich gehört auch die Landwirtschaft zum ländlichem Raum", betonte Füracker. Sie erzeuge nicht nur landwirtschaftliche Produkte, sondern leiste einen großen Beitrag zur Gestaltung der Landschaft. "Aber mit Steuergeldern allein sind die landwirtschaftlichen Probleme nicht zu lösen", erklärte der Landwirt, der vehement eine Reform des Länder-Finanzausgleichs fordert.

Kreisvorsitzender Reiß dankte dem Referenten für seine deutlichen Stellungsnahmen. Mit Bürgermeister Werner Nickl überreichte er ihm einen Geschenkkorb mit Produkten aus der Kemnather Region.

Nicht nur die Großstädte, sondern auch die ländlichen Regionen haben große Lebensqualität.Albert Füracker
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