Bauausschuss lehnt Trassenplan ab
Veto gegen eine Möglichkeit

Politik
Kemnath
18.10.2016
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Der Entwurf des Trassenkorridornetzes der geplanten Höchstspannungsleitung Wolmirstedt-Isar (Süd-Ost-Link) findet keine Sympathien im Bauausschuss. Das will die Stadt bis 4. November deutlich zum Ausdruck bringen.

Bürgermeister Werner Nickl erläutert, dass man als Kommune bis dahin eine Stellungnahme zum bekannten Entwurf abgeben könne. "Und das sollten wir auch tun", riet das Stadtoberhaupt. Generell sei festzustellen, dass die gesamte Planung von etlichen Varianten lebe. Eine davon verlaufe über das Gebiet der Stadt Kemnath. Dieser angedachte Korridor führe durch das mögliche Erweiterungsgebiet des Kemnather Gewerbegebiets, erklärte Nickl. "Die gewerbliche Entwicklung unserer Stadt würde dadurch eingeschränkt, dagegen müssen wir unser Veto einlegen."

Damit gab er die Meinung des Gremiums wider. Einigkeit herrschte auch darüber, dass die sinnvollste Lösung für die erdverkabelte Leitung darin liege, sie entlang der Autobahn zu führen. Laut Nickl legt Tennet voraussichtlich im Frühjahr 2017 der Bundesnetzagentur einen Trassen-Vorschlag vor. Die Umsetzung soll bis 2025 erfolgt sein.

Keine Erklärung hatten Bürgermeister und Ausschussmitglieder dafür, warum die Varianten so entstanden sind, wie sie jetzt vorliegen. "Ich habe den Eindruck, dass die Trasse nicht mit dem Kopf, sondern nur mit dem Computer gemacht worden ist", kritisierte Nickl. Wenig Verständnis hat er auch dafür, dass in Kemnath kein "Infomarkt" von Tennet stattfindet. Er empfahl eine Teilnahme am Infomarkt heute, Dienstag, von 15 bis 20 Uhr in der Mehrzweckhalle Windischeschenbach.

Ich habe den Eindruck, dass die Trasse nicht mit dem Kopf, sondern nur mit dem Computer gemacht worden ist.Bürgermeister Werner Nickl
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