Bei Wasser und Abwasser ein Plus von insgesamt von 238 400 Euro
Einmalige „flüssige“ Überschüsse

Politik
Kemnath
08.03.2016
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Eine Umfrage bei umliegenden Gemeinden brachte es an den Tag: Die Gebühren der Stadt für die Kindertagesstätte Li-La-Löhle liegen im unteren Bereich. Die Verwaltung soll dem Stadtrat nun im Frühjahr 2016 einen Vorschlag zur Gebührenanpassung ab 1. September 2016 vorgelegen.

Kita: Geringeres Defizit


Laut Haushaltsplan 2016, der im Verwaltungsetat ein Volumen von 11,78 Millionen Euro aufweist, hat sich das Defizit bei der Kindertagesstätte von 628 700 Euro im Vorjahr auf 545 400 Euro verringert. Kämmerer Roman Schäffler verbuchte hier Mehreinnahmen bei den Gebühren sowie höhere staatliche Zuschüsse und Förderbeiträge für aufgenommene Kinder (aktuell 13) aus anderen Kommunen. Dem stehen höhere Ausgaben für das Personal in Höhe von 96 400 Euro für 2016 entgegen.

Überhaupt schlucken die Personalausgaben mit 2,26 Millionen Euro einen großen Teil des Verwaltungshaushalts. Ähnlich hoch fällt die Kreisumlage mit 2,28 Millionen Euro aus. Die drei wichtigsten Einnahmeposten sind dagegen die Gewerbesteuer mit 2,40 Millionen Euro, die Einkommensteuerbeteiligung mit 2,60 Millionen Euro sowie Gebühreneinnahmen in Höhe von 2,32 Millionen Euro.

Bei der Abwasserbeseitigung wird ein Überschuss von 114 400 Euro ausgewiesen, der wohl nur ein einmaliges Ereignis sein wird und auf mehreren Faktoren beruht: Bei der letzten Gebührenkalkulation mit dem Anstieg beim Abwasser zum 1. Januar von 1,62 Euro auf 1,70 Euro pro Kubikmeter war der Ausgleich einer jährlichen Unterdeckung aus dem vorangegangen Kalkulationszeitraum enthalten. Außerdem wurde mehr Wasser als kalkuliert verkauft. Darüber hinaus waren die Vorauszahlungen 2015 noch mit dem 1,62-Euro-Preis kalkuliert worden.

Auch bei der Wasserversorgung steht für 2016 ein Plus von 124 000 Euro, ein Sachverhalt, den die Verwaltung als "wohl einmaligen Ausreißer nach oben" charakterisiert. Gründe hierfür sind ebenfalls die höhere Wasserverkaufsmenge sowie die für 2015 herangezogene "alte" Wassergebühr.

Bei der Abfallbeseitigung hält der Vorbericht fest, dass die Grünabfallannahme auf dem Gelände der ehemaligen Kompostieranlage nicht kostendeckend ist und neu kalkuliert werden muss. Nach der Fertigstellung der neuen Aussegnungshalle auf dem städtischen Friedhof laufen derzeit Gespräche mit den Bestattungsunternehmen. Danach erfolgt seitens der Verwaltung auch eine Neukalkulation der Bestattungsgebühren.
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