Bürgermeister Werner Nickl erläutert Vorhaben beim CSU-Bürgergespräch
Breitband bis Oktober

Politik
Kemnath
08.05.2016
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Atzmannsberg ist in den Augen von Bürgermeister Werner Nickl vorbildlich, was das Engagement der Einwohner angeht. Als Beispiele nannte er beim "CSU-Gespräch mit dem Bürger" die Biogasanlage von Christian Busch. Doch im Ort selbst ist seiner Ansicht nach noch mehr möglich.

Atzmannsberg. Im Feuerwehrgerätehaus riet er den Zuhörern nach der Begrüßung durch Stadtrat Willi Prieschenk, sich am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft" zu beteiligen. Guttenberg, Kuchenreuth oder Berndorf hätten sich dadurch positiv entwickelt. Mit viel Eigeninitiative sei dort Schönes geschaffen worden.

Eingehend auf die zuvor erfolgte Besichtigung von Buschs Biogaslange stellte Nickl die Bedeutung der Nahwärme heraus. Erst vor einigen Tagen habe er den Vertrag zur Versorgung des Feuerwehrgerätehauses unterschrieben. Trotz des derzeit niedrigen Ölpreises stellte er die finanziellen Vorteile heraus.

Zum Breitbandanschluss berichtete der Rathauschef, dass laut der Telekom spätestens bis Oktober alles angeschlossen sein soll. Etwas enttäuscht zeigte er sich vom Besuch der Bürgerbeteiligung an Stadtentwicklungskonzept SEEK, auch wenn es hauptsächlich den Stadtbereich betrifft.

Abwarten bei Windenergie


Da bei der Windenergie die 10-H-Regelung mittlerweile gerichtlich geklärt sei, müsse man abwarten, was da in nächster Zeit geschieht, meinte Nickl. Bei Bedarf werde es hierzu eine Bürgerbeteiligung geben. Der Bürgermeister wollte dazu von den Atzmannsbergern als direkte Angrenzer an den Hessenreuther Wald wissen, wie sie zu der dort geplanten Maßnahme stehen. Klare Aussagen aus der Versammlung gab es allerdings dazu nicht.

Die Rathaussanierung koste zwar eine Menge Geld, doch Dachstuhl, Fenster und Decken seien dringend renovierungsbedürftig. Die denkmalrechtlichen Auflagen machten das Ganze nicht billiger, erklärte Nickl. Der vorübergehende Umzug der gesamten Verwaltung in das Ganssmüller-Gebäude werde voraussichtlich im Herbst erfolgen.

Als weiteres Projekt nannte er den Umbau der Kläranlage. Durch Sonderzahlungen der großen Betriebe in Kemnath hoffe er, eine größere Erhöhung der Abwassergebühren für die Bürger umgehen zu können. Weiter, so der Redner, erfolgt demnächst der Ausbau der Kreisstraße von Schönreuth in Richtung Hessenreuth. Beim Kernwegenetz, das bis zu 80 Prozent förderfähig wäre, gab Nickl zu bedenken, dass die Steinwald-Allianz 16 Gemeinden umfasst. Es könnten allenfalls um die zehn Wege berücksichtigt werden.

Gestank soll verduftenEin Waldecker wies in der von Willi Prieschenk geleiteten Diskussion auf den "schon sehr krassen" Gestank aus den Kanalschächten im Markt im Bereich der Kurve und Abzweigung nach Köglitz hin. Gerochen habe es da schon früher, aber in größeren zeitlichen Abständen, meist wenn es heiß war. Seit der Marktsanierung spiele das Wetter keine Rolle mehr, der "Duft" sei immer öfter wahrnehmbar. Bürgermeister Werner Nickl versprach hier Abhilfe zu schaffen.

Zur Sprache kam auch der gefährliche Zustand des Löschweihers in Albenreuth. Hier sei eine Verbesserung bereits in Arbeit, berichtete der Rathauschef. Weiter wurde beantragt, die Straßengräben eher als bisher zu mähen.

Ein Bürger monierte die schlechten Sichtverhältnisse bei der Einfahrt der Kreisstraße aus Richtung Köglitz in die B 22. Auch hier stellte das Stadtoberhaupt eine Besichtigung und Verbesserung in Aussicht. (hl)
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