Entwurf für Grüngürtel in der Kemnather Altstadt
Gereinigt fürs Grün

Durch das Entgegenkommen der Verantwortlichen der Sparkasse kann der Grünzug nun großzügiger, sprich breiter gestaltet werden. Planer Klaus Stiefler stellte dem Stadtrat seinen Entwurf für die Fläche zwischen dem Stadtplatz und der ehemaligen Grabenkapelle vor. Repro: stg
Politik
Kemnath
15.09.2016
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Die alten Gebäude sind weg, die Altlasten im Boden erfolgreich beseitigt - jetzt werden die Anlage eines innerstädtischen Grüngürtels und die Sanierung der historischen Stadtmauer auf dem vormaligen Dietl-Anwesen angegangen.

Von einem "echten Grünzug" sprach Bürgermeister Werner Nickl in der Sitzung des Stadtrates, der zwischen Stadtplatz und Schützengraben entstehen soll. Er berichtete von erfolgreichen Gesprächen mit Vertretern der Sparkasse Oberpfalz Nord in den vergangenen zwei Wochen: Dabei habe es "grünes Licht" dafür gegeben, auch jene angrenzenden Flächen, die der Sparkasse gehören, in die Planung einzubeziehen.

Die aktuellen Überlegungen stellte Städteplaner Klaus Stiefler vor. "Die Planung eines Grüngürtels wird nun rund", sagte er. Eine bisherige "Engstelle" im Norden des Geländes könne durch Einbeziehung von sechs Privatparkplätzen der Sparkasse nun ausgeschlossen werden. Der Grünzug werde damit insgesamt breiter. Auch die an das frühere Dietl-Grundstück - auf dem sich früher eine chemische Reinigung befand - angrenzende Fläche vor den Beratungszimmern der Bank könne nun in die Gesamtgestaltung einbezogen werden.

Bäume am "Eingang"


Stiefler erläuterte weiter die geplanten Wegführungen vom Stadtplatz zum Gesellenhaus (Grabenkapelle) beziehungsweise zum Schützengraben. Sowohl der Grünzug selbst wie auch der "Eingang" am Stadtplatz soll mit entsprechenden Bäumen gestaltet werden. Zu überlegen sei weiter, ob und wo der bisherige Brunnen beziehungsweise Quellstein, der sich auf Sparkassen-Grund befindet, weiter genutzt werden soll. Ein weiterer wichtiger Aspekt der Maßnahme wird die Sanierung der Stadtmauer sein: Dazu gehören unter anderem die Fundamentsanierung, das Überarbeiten und Ergänzen von Wandflächen und Fugen sowie das Ergänzen der Mauerkrone.

Nickl betonte, dass auch das Gesellenhaus durch die aktuelle Planung besser zur Geltung komme. Ziel müsse auch sein, dass eine "gesunde Distanz" zwischen Grünfläche und den Sparkassen-Beratungszimmern geschaffen werde. Die Sanierung der Stadtmauer charakterisierte er als "unabdingbar", schließlich sei diese ein bedeutender Teil der Stadtgeschichte. Unterschiedliche Meinungen gab es im Gremium zur Einbeziehung der bestehenden Parkplätze: Sowohl Christian Baumann wie auch Ely Eibisch, Jutta Deiml, Markus Lehner und Stefan Prechtl plädierten für einen Erhalt beziehungsweise für ein Überdenken der Planungen an dieser Stelle. Mit 13:8 votierten die Räte aber für die komplette Einbeziehung der Stellplätze. Detailfragen sollen im weiteren Verlauf geklärt werden, wenn die Planungen weiter fortgeschritten sind: Dazu gehören unter anderem die Gestaltung direkt am Sparkassengebäude entlang, die Notwendigkeit eines Brunnens, das Anbringen einer Infotafel, die Anordnung der Bäume und der "Lückenschluss" in der Stadtmauer. Insgesamt wurde die Planung mit überwältigender Mehrheit bei Gegenstimmen von Markus Lehner, Ely Eibisch und Petra Schuster angenommen.
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