Frauen-Union Kemnath
Ohne Quote geht's auch

Politik
Kemnath
21.03.2016
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Mit den Rollen der Geschlechter befasste sich der männliche Ehrengast in der Jahreshauptversammlung der Kemnather Frauen-Union. Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler nahm die Damen mit auf einen interessanten Weg.

"Mit 15 Jahren habe ich in Tirschenreuth die Schüler-Union mitbegründet", erzählte Scheidler, der am Rande von Tirschenreuth aufgewachsen ist. 2002 trat er in die CSU ein, sechs Jahre später wurde er Stadtrat in Tirschenreuth und 2014 kandidierte er bei der Kommunalwahl als Landrat. "Dass ich gegen den amtierenden Landrat Wolfgang Lippert 33 Prozent der Wählerstimmen holen konnte, freut mich besonders", sagte Scheidler, der als Jurist im Landratsamt Neustadt/WN beschäftigt ist.

Dass sich die Rolle der Frau im Laufe der vergangenen Jahrzehnte grundlegend geändert hat, begrüßte Scheidler ausdrücklich. Emilia Müller, Barbara Stamm und Ilse Aigner führte er als Beispiele dafür an, dass mittlerweile auch Frauen in der Politik Führungsrollen übernehmen können. Dass er gegen eine festgelegte Frauenquote ist, begründete er folgendermaßen:

"Wenn eine Frau gut qualifiziert ist, kommt sie auch ohne Frauenquote in eine Führungsposition." Außerdem dürften bei Einstellungen geeignete männliche Bewerber nicht benachteiligt werden. Beim Thema "Aktuelles aus dem Landkreis" ging Scheidler besonders auf die Haushaltsberatungen ein. Er begrüßte es, dass die Kreisumlage um ein Prozent gesenkt wurde.

"Für die musikalische Ausbildung unserer Kinder muss die Kreismusikschule erhalten werden." Allerdings sollten weiterhin Möglichkeiten für Einsparungen gesucht werden. "Bei der Flüchtlingsproblematik sollte eine Lösung auf europäischer Ebene gefunden werden", forderte der stellvertretende Landrat. Um die vielen Asylbewerber richtig integrieren zu können, müsse aber auch eine Obergrenze eingeführt werden.

Für die Unterbringung der 800 Flüchtlinge im Landkreis wurden drei Lösungen gefunden. Bei der dezentralen Unterbringung werden sie auf den ganzen Landkreis verteilt. Außerdem gibt es Gemeinschafts- und Notunterkünfte.

Weibliche Note(n) in der Politik"Frauen-Union, Junge Union und CSU arbeiten in Kemnath eng zusammen", betonte Rita Ponnath bei der Jahreshauptversammlung der FU. Die Vorsitzende freute sich im Gasthof Kormann über regen Zuspruch.

"Derzeit hat unsere Frauen-Union 59 Mitglieder", berichtete Ponnath, als sie in ihrem umfangreichen Tätigkeitsbericht die zahlreichen Versammlungen und Veranstaltungen aufzählte, an denen sie teilgenommen hatte. Dabei zeigte sich, dass sie als FU-Vorsitzende und Stadträtin nicht nur im Ortsverein Kemnath sehr aktiv war. So hat sie beispielsweise Julia Zeitler zu einem Vortrag über Flüchtlinge nach Kemnath eingeladen. Rita Ponnath war auch im FU-Kreisverband, bei Veranstaltungen der CSU und der JU sehr präsent. Sechs Mitliedern konnte sie zu runden Geburtstagen gratulieren. Am 10. Karpfenweg-Jubiläum und am Projekt "Kemnath blüht auf" hat sich die FU aktiv beteiligt.

Nach dem Kassenbericht von Schatzmeisterin Elisabeth Nickl und dem Kassenprüfbericht von Luzia Zaus wurde die Vorstandschaft von den Mitgliedern einstimmig entlastet. Bei den Ehrungen konnte Ponnath 17 Damen für ihre langjährige Zugehörigkeit gratulieren. Als Gründungsmitglieder sind Maria Spörrer und Luzia Zaus seit 40 Jahren dabei. Sieglinde Sokol , Rosemarie Bodner und Klara Besold sind seit 35 Jahren, Maria Seidl und Marianne Porsch seit 30 Jahren FU-Mitglieder. Für ihre 20-jährige Treue wurden Margarethe Ponnath , Elisabeth Nickl und Rita Popp geehrt. Vor 15 Jahren traten Christl Völkl , Elke Burge r, Veronika Götz , Ute Prechtl , Anna Müller-Rösch , Angelika Fehmel und Anneliese Hecht in die FU ein. (jzk)
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