Haushaltsplan der Stadt Kemnath mit einem Volumen von 17,6 Millionen Euro
Haushalt der Rekorde

Politik
Kemnath
02.03.2016
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Mit einem Jahresetat in bisher noch nicht da gewesener Höhe wartet die Stadt Kemnath für das laufende Jahr auf. Und dennoch müssen einige wünschenswerte Vorhaben vorerst auf der Strecke bleiben.

Ohne Gegenstimme hat der Stadtrat am Montag in seiner Sitzung den Etat für das Jahr 2016 beschlossen. Der Haushaltsplan schließt im Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 11,780 Millionen Euro, im Vermögenshaushalt mit 5,822 Millionen Euro ab. Das Gesamtvolumen beträgt somit 17,602 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Erhöhung des Gesamtvolumens um 2,518 Millionen Euro, eine Steigerung um 16,7 Prozent.

"Wir sprechen vom bisher höchsten Ansatz überhaupt für den Gesamthaushalt", sagte Bürgermeister Werner Nickl. Der vorliegende Entwurf sei mehr als nur Zahlenwerk. Vielmehr sei er ein Bericht über die finanzielle und wirtschaftliche Entwicklung der Kommune und zeige den Status Quo. Er gebe darüber hinaus auch einen Ausblick auf die kommenden Jahre. "In dem Haushaltsplan spiegelt sich die Wirtschaftskraft, die positive Entwicklung der Einwohnerzahlen und der Arbeitsplätze wider", betonte der Rathauschef.

"Auf dem richtigen Weg"


Darüber hinaus kämen in dem Zahlenwerk aber auch die Familienfreundlichkeit, die Bemühungen um die Steigerung der Attraktivität der Stadt sowie die vielen freiwilligen Leistungen klar zum Ausdruck. Man sei sich bewusst, dass aktives Engagement, Investitionen in die Zukunft sowie kinder-, familien- und seniorenfreundliche Aktivitäten die hier lebenden Menschen an die Region binden beziehungsweise für Auswärtige interessant mache. "Wir sind auf dem richtigen Weg", meinte Nickl mit Blick auf verschiedene Entwicklungen in der Kommune. Das alles sei natürlich nicht zum "Nulltarif" zu haben.

Nickl beleuchtete Aspekte des Haushalts und lenkte das Augenmerk besonders auch auf den Vermögenshaushalt mit einem Volumen von gut 5,82 Millionen Euro: "Nicht weniger als 35 Investitionsmaßnahmen sind in diesem Jahr vorgesehen, eine große Herausforderung auch im logistischen und verwaltungsmäßigen Bereich." Um die Neuverschuldung in einem vertretbaren Maß zu halten, so Nickl, mussten verschiedene Investitionen gestrichen oder verschoben werden. Eine große Position bei den Investitionen werde beispielsweise die Generalsanierung des Rathauses sein.

Sinnvoll und notwendig


Angesichts der finanziellen Situation der Kommune, erscheine eine Neuverschuldung um etwa 1,2 Millionen Euro gerechtfertigt, zumal es sich um geplante Maßnahmen handle, die sinnvoll, notwendig, energieeffizient und teils längst überfällig seien. Nickl dankte Kämmerer Roman Schäffler sowie allen Mitarbeitern der Verwaltung, die am Zustandekommen des Zahlenwerks beteiligt waren.
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