Kemnath übernimmt vom BRK bisheriges Konzept und beantragt Förderung
Neues "Leben plus" in der Stadt

Das Leben (plus) geht weiter. Die Stadt übernimmt vom BRK das bisherige Konzept und beantragt eine auf zwei Jahre befristete Förderung durch den Freistaat. Bild: stg
Politik
Kemnath
06.02.2016
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Das "Leben plus"-Projekt in seiner ursprünglichen Form gibt es seit November 2015 nicht mehr: Jetzt macht sich die Stadt das Konzept und die Idee des BRK-Kreisverbandes zu eigen, um auf kommunaler Ebene eine Informations-, Koordinierungs- und Unterstützungsstelle einzurichten.

Im Stadtrat stellte BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl die Idee vor: Er erinnerte an das Projekt "Leben plus", das das BRK drei Jahre lang getragen und die Stadt Kemnath als Kooperationspartner unterstützt hatte. So habe es auch entsprechende Räumlichkeiten am Stadtplatz gegeben, die von der Kommune finanziert worden seien.

"Nachdem sich der Landkreis dagegen entschieden hat, das Projekt auf den ganzen Landkreis auszudehnen, möchten wir die Idee den einzelnen Kommunen zur Verfügung stellen", sagte Schedl. Primäres Ziel sei, die Lebensqualität für ältere Menschen zu erhalten und ihnen die Teilhabe im Quartier zu ermöglichen: "Als Quartier ist hier das gesamte Gebiet der Stadt Kemnath gemeint."

Es bestehe für Kommunen die Möglichkeit, über das Förderprogramm Quartiermanagement über einen Zeitraum von zwei Jahren eine Förderung vom Freistaat für den Aufbau des Projekts zu bekommen. Die maximale Fördersumme beträgt 40 000 Euro. Nach Ablauf der Förderperiode müsse die Kommune die Projektkosten dann ohne Zuschuss tragen. "Projektträger ist die Kommune, nicht das BRK", betonte Schedl.

Pädagogische Teilzeitkraft


Die Beratung der Kunden soll neutral, unabhängig und kostenlos erfolgen. Angestrebt wird die Besetzung des Büros mit einer pädagogischen Teilzeitkraft. Eingebunden werden sollen möglichst viele Partner der Sozial- und Privatwirtschaft sowie die Wohlfahrtsverbände vor Ort, um die kommunalen Strukturen zu stärken und die soziale Daseinsvorsorge zu sichern. Die zentrale Anlaufstelle, die dabei entsteht, soll Dreh- und Angelpunkt für die Anliegen der älteren Generationen werden. "Damit erfolgt auch eine Reduzierung auf das Wesentliche", meinte Schedl.

Das bisherige Know-how des BRK-Projektes "Leben plus" und das bestehende Netzwerk sollen miteingebracht werden. Nach Abzug der staatlichen Förderung verbleibt für die Kommune laut dem Redner ein Kosteneigenanteil in Höhe von jeweils etwa 11 000 Euro in den ersten beiden Jahren.

Im Gremium herrschte große Einigkeit darüber, sich um eine Förderung für dieses Projekt zu bewerben. Nach den beiden Jahren, so die Wortmeldungen unisono, werde man dann sehen, inwieweit sich das Projekt rechne.
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