Kreisverband plant Appartementanlage mit Tagespflege
Rotes Kreuz zieht nach

Der Plan des Regensburger Architekturbüros Konzept a+ sieht zwei Gebäudekomplexe für die Tagespflege im Erdgeschoss und für insgesamt 56 Appartements in den beiden darüberliegenden Stockwerken vor. Gegen die Stimme von Stefan Zeus billigte der Bauausschuss das Vorhaben. Repro: stg
Politik
Kemnath
20.10.2016
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Der BRK-Kreisverband Tirschenreuth plant im Falkenstein-Park an der Bürgermeister-Högl-Straße eine Appartementanlage mit Tagespflegeeinrichtung. Das geht aus einer Bauvoranfrage hervor, die dem Kemnather Bauausschuss vorlag.

Demnach sollen in dem Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von gut 3500 Quadratmetern im Erdgeschoss zwei Einheiten für Tagespflege entstehen. In denen können insgesamt maximal 30 Personen betreut werden. Im ersten und zweiten Stock sind insgesamt 56 Appartements vorgesehen.

Hierbei soll es sich nicht um betreutes Wohnen handeln, das Wohnen ist demnach auch nicht mit einer Verpflichtung verbunden, Angebote des BRK zu nutzen. Sowohl Bürgermeister Werner Nickl als auch Christian Baumann (FW) brachten ihre Verwunderung darüber zum Ausdruck, warum das BRK dieses Projekt nicht schon früher angegangen hat.

Ebenfalls an der Bürgermeister-Högl-Straße - und damit fast in direkter Nachbarschaft - will die Firma SeniVita eine Pflegewohnimmobilie mit Appartements für 48 pflege- und betreuungsbedürftige Menschen sowie zwei Tagespflegen für maximal 60 Menschen errichten (wir berichteten). Das Gremium billigte bei Gegenstimme von Stefan Zaus (Grüne) die Bauvoranfrage des BRK.

Pylon zu hoch


Die Firma Edeka Handelsgesellschaft Nordbayern-Sachsen-Thüringen will beim derzeit gebauten Markt einen Werbepylon errichten. Dieser soll an der Hinterseite des Gebäudes - also beim Läuferweg - entstehen und über eine Höhe von 20 Metern verfügen. Ein Pylon mit diesem Ausmaß ist im Bebauungsplan nicht vorgesehen und traf folglich im Gremium auf keine Zustimmung. Mehrheitlich - gegen die Stimmen von Jutta Deiml, Stefan Zaus und Ely Eibisch - verständigte sich das Gremium darauf, eine Höhe von 15 Metern zuzulassen. Josef Krauß merkte zu den aktuellen Planungen an, dass die Ausfahrtssituation vom geplanten Parkplatz in die Bayreuther Straße stadteinwärts weiterhin sehr gefährlich sei.

Kein Ja gab außerdem für den Antrag der Firma Medienhaus Weber aus Biberach: Diese beabsichtigt an der Bayreuther Straße eine beleuchtete Anlage für wechselnde Fremdwerbung. Der Bauausschuss sah darin eine Beeinträchtigung der in unmittelbarer Nähe stehenden Friedhofskirche. Eine Ablehnung hatte auch die Untere Denkmalschutzbehörde in einer Stellungnahme empfohlen. Bürgermeister Werner Nickl las dem Gremium aus dem entsprechenden Schreiben vor.
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