Neue Amtliche Topographische Karte "ATK 100 Fichtelgebirge"
Pfiff trifft auf Energie

Dr. Rainer Bauer (Neunter von links) stellte den Vertretern der in der "ATK 100 Fichtelgebirge" abgebildeten Ortschaften die neue Karte vor. Unter ihnen Landrat Wolfgang Lippert (Vierter von rechts) und Bürgermeister Werner Nickl (Sechster von rechts). Bilder: hl (2)
Politik
Kemnath
16.10.2016
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"Sie stellt geradezu eine Einladungskarte dar, die reiche Landschaft, den gewitzten Menschenschlag, die dicht gedrängte Geschichte und Kultur dieser besonderen Region Bayerns zu entdecken." Zitat: Ministerialdirigent Dr. Rainer Bauer über die "ATK 100"

Franken trifft die Oberpfalz: In der neuen Amtlichen Topographischen Karte "ATK 100 Fichtelgebirge" sind unter anderem die beiden Regierungsbezirke vertreten. Bei der Vorstellung auf dem Waldecker Schlossberg gab es mehr über die "eindrucksvolle Kulisse" zu erfahren.

Waldeck. In Vertretung des bayerischen Staatssekretärs für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat, Albert Füracker, stellte Ministerialdirigent Dr. Rainer Bauer, Leiter der Vermessungsabteilung des Bayerischen Finanzministeriums, die "ATK 100 Fichtelgebirge" vor. Dazu waren die Landräte und Bürgermeister aller darin genannten Landkreise und Gemeinden eingeladen.

"Einladungskarte"


Oliver Schrempel, Leiter des ADBV Weiden, übernahm die Kartenvorstellung für die vier Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. Er stellte Landrat Wolfgang Lippert, Bürgermeister Werner Nickl sowie Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht und Landtagsabgeordnetem Tobias Reiß die Karte vor. Schrempel habe den Schlossberg mit seiner vom HuK wieder aufgebauten Ruine deshalb gewählt, "weil man hier einen hervorragenden Blick auf das Fichtelgebirge und nach Oberfranken hin hat". Passend dazu riss der anfangs bedeckte Himmel auf, und mit der Sonne bot sich den Teilnehmern vom Burgfried aus eine tolle Aussicht.

Bürgermeister Nickl begrüßte als "Burgherr" die Gäste und bedankte sich bei Schrempel für seine Wahl. Die Burgruine Waldeck sei eine der von der Bevölkerung meistbesuchte Anlage in der nördlichen Oberpfalz. In den vergangenen 30 Jahren sei sie in Zusammenarbeit mit der Stadt Kemnath und dem Heimat- und Kulturverein Waldeck ein Vorzeigeprojekt geworden, mit dem sich die geschichtliche Bedeutung des gesamten Kemnather Landes nicht besser begründen lasse. MdL Reiß dankte Bauer für die Verlagerung der Ämter auf das Land sowie für die Unterstützung des Landkreises Tirschenreuth. Das schaffe eine Perspektive für die jungen Leute.

Bauer stellte die Karte vor. Sie zeigt die Naturparke Fichtelgebirge und Frankenwald als altehrwürdiges Kernstück Mitteleuropas. Das erfasste Gebiet erstreckt sich vom Schneeberg, dem höchsten Berg Frankens, über den größten Stausee Deutschlands bis in die kleinste Stadt der Oberpfalz - aber dafür mit zwei echten Vulkanen. "Sie stellt geradezu eine Einladungskarte dar, die reiche Landschaft, den gewitzten Menschenschlag, die dicht gedrängte Geschichte und Kultur dieser besonderen Region Bayerns zu entdecken." Die Karte beinhaltet sieben bayerische Landkreise sowie die kreisfreien Städte Hof und Bayreuth.

Das Blatt Fichtelgebirge umfasst 7700 Quadratkilometer Fläche. Der Bayern-Anteil beträgt 60 Prozent, daneben Thüringen, Sachsen und Tschechien. Es ist die 15. Karte der insgesamt 19 Blätter umfassenden Serie, die bis Ende nächsten Jahres ganz Bayern abdecken soll. "Die Natur hat in diesem Raum urige Bergwälder und wilde Felstürme aus Granit zu einer eindrucksvollen Kulisse aufgebaut." Man decke somit eine "Region voll pfiffigen (fränkischen) Ideenreichtums und zupackende (Oberpfälzer) Dynamik" ab, mit beeindruckender in ihren Bann ziehender Natur und Landschaft.

Die Karte richte sich an Einheimische und Gäste und bilde ein touristisches Kleinod ab. Es enthält als "Eldorado für Radfahrbegeisterte" fast 12 000 Kilometer Radwege und weit über 3000 Kilometer Fernradwege, unter anderem den fränkischen Gebirgsweg, den Frankenweg (in Verlängerung des Rennsteigs), den Brückenradweg Bayern-Böhmen und den Saale Radweg.

Ruinen-Rundgang


Im ihrem Gebiet liegen auch über 1100 Sehenswürdigkeiten, wie geschichtliche Orte, Kulturhöhepunkte und Naturschönheiten. Die neuen Karten würden ausnahmslos in einem durchgängig digitalen Arbeitsgang abgeleitet. "Die 'ATK 100' trägt zu Recht den Qualitätsstempel 'Amtlich'." Sie sei im Internet kostenfrei einsehbar und auch als App für das Smartphone verfügbar.

Bauer übergab Exemplare der Karte an Landrat, Abgeordnete und Bürgermeister. Zum Abschluss luden "Burgherr" Nickl und der HuK zu einem Rundgang durch die Burgruine und die revitalisierte Burgkapelle St. Ägidius ein.

Sie stellt geradezu eine Einladungskarte dar, die reiche Landschaft, den gewitzten Menschenschlag, die dicht gedrängte Geschichte und Kultur dieser besonderen Region Bayerns zu entdecken.Ministerialdirigent Dr. Rainer Bauer über die "ATK 100"
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