Neue Bleibe im Turmhaus
Mit der Jugend hoch hinaus

Mehr Platz als das Spital bietet künftig das Turmhaus Kemnaths Jugendlichen. Deshalb hofft Jugendbeauftragter Florian Frank auf mehr Zuspruch. Bilder: stg (2)
Politik
Kemnath
01.04.2016
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Es soll aber eine Art Tag der offenen Tür sein, damit sich die Kemnather ein Bild machen können.

Die Jugendlichen der Stadt sitzen auf gepackten Koffern. Am Samstag, 2. April, erhalten sie um 10 Uhr den Schlüssel für ihr neues Domizil, das Turmhaus. Doch nach dem Auszug des Jugendtreffs aus dem Spital fängt für die Mädchen und Jungs die Arbeit erst an.

Wie bereits berichtet, hat die Stadt das Turmhaus von der katholischen Kirchenverwaltung für unbefristete Zeit gemietet, um Jugendlichen eine neue Unterkunft zu bieten. Im Spital sei es relativ beengt, es gibt nur einen Raum, erklärt Jugendbeauftragter Florian Frank den Wunsch nach Veränderung. Zudem sei dort in den zurückliegenden Wochen der Unterricht für in der Gemeinde untergebrachte Asylbewerber gewesen. "Das hat der eine Raum nicht mehr hergegeben." Dieser sei vor rund 15 Jahren eigentlich in ein Aufenthaltszimmer umgebaut worden. Prinzipiell war das Spital keine schlechte Lösung, meint der CSU-Stadtrat mit Verweis auf die alte "sehr baufällige Winterschule", in der sich die Jugendlichen zuvor regelmäßig getroffen hatten.

Künftig drei Räume


Sein Konzept für die Nutzung im Turmhaus hat der Nachwuchs der Stadt und der Kirchenverwaltung vor einigen Wochen vorgelegt. Mit künftig drei Räumen der ehemaligen Mietwohnung sei man viel flexibler, betont Frank. So könnten eventuell im ersten Stock die Gruppenleiter und ein Aufenthaltsraum untergebracht werden, "und oben der Fernseher und die Couch". Laut Frank "kommt es dabei auch auf den Besuch an". Bislang träfen sich freitags überwiegend ältere Jugendliche. Bei jüngeren "so ab 14 Jahre" könnte sich dann durchaus mal eine andere Nutzung der Räume ergeben.

Überhaupt erwartet der Jugendbeauftragte, dass sich im Turmhaus regelmäßig freitags und künftig auch an den Sonntagnachmittagen größere Gruppen als im Spital einfinden. Zwar zählte er dort mitunter 16 bis 17 Jungs und Mädchen, "aber auch mal bloß sieben". Dass das Spital nicht so angenommen wird, "ist auch den Räumlichkeiten geschuldet. Dort steht ein Tisch, daneben der Kicker und wiederum daneben der Fernseher und das Sofa". Keine Möglichkeit, sich mal zurückzuziehen, und unter ständiger Beobachtung, "da ist es schwer, neue Jugendliche zu werben".

Frank denkt, dass der Umzug im Laufe der nächsten zwei Wochen abgeschlossen ist. Bis dahin sollen auch kleine Sanierungsarbeiten durch die Jugendlichen erledigt sein. "Dabei geht es nur um die Farbe und solche Geschichten." Die Kosten dafür werde voraussichtlich die Stadt übernehmen. Sie hat mittlerweile auch alle brandschutztechnischen Vorgaben erfüllt. Dazu zählen der Einbau von Feuermeldern, selbstständig schließende Türen und entsprechende Abdichtungen gegen Rauch. "Auch der abgefallene Putz ist gerichtet."

Feier geplant


Die neue Bleibe soll entsprechend gefeiert werden. Im Juni sei die Einweihung geplant. Dazu werde es jedoch erst in etwa einem Monat Konkretes zu sagen geben. "Es soll aber eine Art Tag der offenen Tür sein, damit sich die Kemnather ein Bild machen können." Schon daher sollte das Turmhaus komplett bezogen und auch möbliert sein.

Es soll aber eine Art Tag der offenen Tür sein, damit sich die Kemnather ein Bild machen können.Florian Frank
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