Stadt Kemnath will Pläne für Brauhausgelände neu überdenken
Es hakt an der Wirtschaftlichkeit

Politik
Kemnath
09.11.2016
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Bis einmal eine Baufirma beim Brauhausgelände in Aktion tritt, wird es wohl noch etwas länger dauern, als bislang gedacht. Wie Bürgermeister Werner Nickl am Dienstag in der Bürgerversammlung mitteilte, wollen sich sowohl Stadt als auch Investor die künftige Nutzung des rund 12 000 Quadratmeter großen Areals nochmals durch den Kopf gehen lassen.

Dieser hatte beabsichtigt, auf dem Grundstück Miet- und Eigentumswohnungen errichten zu lassen. Doch nun seien die Gespräche mit dem Investor "an einem Punkt angekommen, die Sache neu zu überdenken", erklärt der Rathauschef am Mittwoch auf Nachfrage. Der Mietwohnungsbau sei mittlerweile derart teuer, dass die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben wäre. "Eine reine Wohnnutzung wird daher nicht funktionieren".

Bereits am Montag habe der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung entschieden, "den Reset-Knopf zu drücken" und zu beraten, wie mit dem Projekt weiter verfahren werden könnte. Was aber nicht bedeute, dass der Investor aus dem Rennen sei. Das Vorhaben solle nicht zu Ende gezwungen werden, warnt Nickl vor "Schnellschüssen". Vielmehr "nehmen wir uns Zeit, um sich weiterhin mit Planung und Nutzung zu beschäftigen". Ziel ist eine Lösung, mit der beide Seiten leben könnten.

Die Stadt könne zwar das Brauhausgelände "sofort verkaufen", jedoch wolle sie "das Heft des Handelns in der Hand" behalten. Was eine Verwertung des Brauhausgeländes aus seiner Sicht schwierig macht, ist dessen Größe. Auf einer Fläche, die eigentlich einem kleinen Baugebiet Platz böte, "kann man mehr als eine Nutzung unterbringen".
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