Stadtrat beschließt Mitfahrerbänke
Wer sich hinsetzt, kommt weiter

Politik
Kemnath
16.09.2016
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Einen neuen Weg im "Personennahverkehr" möchte die Stadt Kemnath einschlagen. Doch wer diese Möglichkeit der Mobilität nutzen möchte, muss sich erst mal hinsetzen und etwas warten.

Der Stadtrat hat beschlossen, eine sogenannte Mitfahrerbank einzurichten. Damit soll Bürgern eine Möglichkeit erschlossen werden, mobiler zu werden und leichter von A nach B zu kommen. Dazu sollen an vier bis fünf verschiedenen Orten, die von Autofahrern häufig frequentiert werden, Sitzbänke aufgestellt werden. Wer kein Auto hat, kann dort warten und nach einer Mitfahrgelegenheit Ausschau halten. Und weil in der Stadt fast jeder jeden zumindest vom Sehen her kennt, sollte es nicht allzu lange dauern, bis jemand mitgenommen wird.

Damit die Bank in ihrer Funktion auch erkannt wird, muss sie entsprechend beschildert und auch farblich gestaltet sein. Um die Abwicklung zu erleichtern, sollen Klappschilder mit den verschiedenen vorgegebenen Zielen angebracht werden.

Pro Bank rund 1000 Euro


Die Standorte sollen sich in der Innenstadt sowie auch im Gewerbegebiet bei den Märkten befinden. Die Verwaltung schätzt, dass die Kosten für jeweils eine Bank inklusive Klappschild bei etwa 1000 Euro liegen werden. Bürgermeister Werner Nickl führte aus, dass ähnliche Angebote in anderen Kommunen sehr gut angenommen werden. Der Rathauschef könnte sich vorstellen, dass die Kosten zum Großteil über Sponsoring gedeckt werden.

Josef Krauß (CSU) betonte, dass der Versuch, eine Mitfahrerbank zu installieren, auf alle Fälle sinnvoll sei. Die möglichen Standorte sollten aus verkehrstechnischen Gründen mit der Polizei abgesprochen werden. Ely Eibisch (FWG) regte an, auch die größeren Ortschaften im Bereich der Stadtgemeinde Kemnath in das Konzept mit einzubeziehen. Jutta Deiml (SPD) führte aus, dass die Inanspruchnahme des Angebots eigenverantwortlich durch die Bürger erfolgen müsse. Stefan Prechtl (CSU) schlug vorhandene Bushaltestellen als Standorte vor, Fraktionskollege Florian Frank ermunterte dazu, sich auch mit der Nachbargemeinde Kastl abzusprechen.

StadtratssplitterVier verkaufsoffene Markttage

Auch 2017 gibt es wieder vier verkaufsoffene Markttage in Kemnath. Diese wurden in Absprache mit dem KEM-Verband ausgewählt und vom Stadtrat beschlossen: Dies sind der 19. März, der 7. Mai, der 9. Juli sowie der 8. Oktober.

Ja zum Entwurf

Den Entwurf zur Änderung des Bebauungsplans "Hinter dem Kloster" hat das Gremium gegen die Stimme von Stefan Prechtl (CSU) gebilligt. Auf die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden öffentlicher Belange sind keine Stellungsnahmen eingegangen, die beschlussmäßig behandelt werden mussten. Der Entwurf wird nun öffentlich ausgelegt und es erfolgt das Bauleitplanverfahren. Die Änderung wird nötig aufgrund des beabsichtigten Baus einer Seniorenwohnanlage der Firma SeniVita Social Estate AG (wir berichteten).

Bürgermeister darf verkaufen

Beschlossen hat der Stadtrat eine Änderung der Geschäftsordnung: Demnach darf der Bürgermeister auf der Basis der beschlossenen Verkaufspreise für Grundstücke in den Bebauungsplänen "An der Brückengasse", "An der Brückengasse III" und "Eisersdorfer Au - Erweiterung" die Verkäufe in eigener Zuständigkeit vornehmen. Ebenfalls ermächtigt wurde er zur Bestellung von Kaufpreis-Finanzierungsgrundschulden. (stg)
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