Verwaltung bleibt länger im Rathaus
Zeit bringt Geld

Politik
Kemnath
05.06.2016
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Die Verwaltungsgemeinschaft bleibt noch etwas länger als geplant im Rathaus. Statt im Sommer ist der Umzug wegen der Sanierung nun erst im Herbst. Bürgermeister Werner Nickl ist die Verzögerung ganz recht.

Die eigentlich zum 1. Mai angemieteten Räume im ehemaligen Ganssmüller-Gebäude in der Wunsiedler Straße werden noch bis Juli von der Vermieterfirma benötigt, berichtet das Stadtoberhaupt auf Nachfrage. Dass es aber bis 4. Oktober dauert, bis das Übergangsdomzil bezogen wird, erklärt Nickl mit den Sommerferien samt Urlaub vieler Mitarbeiter. "Für den Umzug müssen alle Leute da sein." Aufgrund "gewisser Zwänge" verstreicht auch die Zeit ab Mitte September ungenutzt.

1,5 Millionen gespart


Nickl kann aber ganz gut damit leben, dass sich der Zeitplan um etwa drei Monate nach hinten verschiebt: "Das spielt uns sogar in die Karten." Die Verzögerung sichert der Stadt nämlich 1,52 Millionen Euro. Das entspricht über ein Drittel der Gesamtkosten für die Rathaussanierung, die auf rund vier Millionen Euro veranschlagt ist. Erhalten soll Kemnath die Förderung aus dem Kommunalen Investitionsprogramm (KIP). "Die Zusage ist da", es müssten aber noch bei der Regierung der Antrag samt Kostenberechnung dafür gestellt werden und schließlich die Bewilligung, auch zum vorzeitigen Beginn, vorliegen. Das solle "alles sauber durchlaufen", denn "wir warten lieber etwas und nehmen die 1,52 Millionen Euro".

Vier Tage haben die Verwaltungsmitarbeiter im Herbst Zeit, sich in den vorübergehenden Büroräumen einzurichten. "Vom 4. bis 7. Oktober wird komplett zugesperrt", es gebe aber einen Notdienst, teilt Nickl mit. Am Montag (10. Oktober) darauf sei die VG am neuen Standort wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.

Noch viel zu tun


Bis es soweit ist, stehen in der Wunsiedler Straße umfangreiche Umbauarbeiten an. Diese sollen am 15. Juli beginnen und werden "eine fünfstellige Summe kosten". Auf rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche müssten "bestimmt 15 Trockenbauwände und Türen" eingezogen werden, schätzt Nickl. Dazu kommt unter anderem die notwendige Verkabelung für Telefon, Strom und EDV. Die Arbeiten sollen größtenteils die Beschäftigten des städtischen Bauhofes erledigen.
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