Waldeck wird das zweite Schuljahr in Folge ohne 1. Klasse sein
„Durststrecke überwinden“

Auch im kommenden Schuljahr gibt es in Waldeck keine 1. Klasse. Die Zahl der Abc-Schützen reicht lediglich für die Grundschulstandorte Kemnath und Kastl. Bild: stg
Politik
Kemnath
10.05.2016
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Die Zahl 53 sorgt für ein gewisses Unbehagen im Kemnather Schulverband: So viele Mädchen und Jungen sind es derzeit, die ab dem Schuljahr 2016/2017 die 1. Klasse der Grundschule Kemnath besuchen werden. Das bedeutet, dass es nur zwei Klassen geben wird und der Grundschulort Waldeck erneut ohne Abc-Schützen auskommen muss.

( stg ) Über diese Entwicklung informierte Kemnaths Bürgermeister Werner Nickl, der zugleich Vorsitzender des Grundschulverbandes ist, am Montag den Stadtrat. "Die Zahlen haben sich verschlechtert", räumte er mit Blick auf noch positivere Schätzungen im Vorjahr ein.

Er berichtete, dass sich die Schulleitung in Gesprächen mit dem Schulamt Tirschenreuth für die Standorte Kemnath und Kastl ausgesprochen habe, wo - wie bereits im laufenden Schuljahr - jeweils eine 1. Klasse unterrichtet werden soll. Der Standort Kemnath sei "gesetzt", da dort eine 1. Klasse unterrichtet werden müsse. Vielfältige Gründe hätten für Kastl als zweiten Standort gesprochen. In Waldeck werden somit im nächsten Jahr nur zwei Klassen unterrichtet - eine der 3. sowie eine der 4. Jahrgangsstufe. "Das ist dann schon die Grenze des Machbaren und Zumutbaren", stellte Nickl fest.

Standort nicht aufgeben


Mit Blick auf die kommenden Jahre könne man aufgrund des vorliegenden Zahlenmaterials etwas zuversichtlicher sein. "Mittelfristig wird es wieder eine 3. Klasse in Waldeck geben", zeigte sich Nickl überzeugt. Die aktuelle Durststrecke gelte es zu überwinden. Folglich wolle man den Standort Waldeck auch nicht aufgeben, meinte er im Hinblick auf notwendige brandschutztechnische Maßnahmen in naher Zukunft.

Nickl gab aber abschließend auch zu bedenken, dass man das Szenario nicht außer Acht lassen dürfe, dass nur noch eine einzige Klasse in Waldeck unterrichtet werden würde. "Das wäre dann nicht mehr umsetzbar." Gleichzeitig erinnerte der Rathauschef auch daran, dass die Kemnather Schulleitung von rückläufigen Schülerzahlen in der Mittelschule berichtet. Wenn Schüler und damit in der Folge eventuell auch Klassen weniger werden, bedeute dies frei werdende Räume am Standort Kemnath.

Den Aspekt der Wirtschaftlichkeit dürfe man bei diesen Betrachtungen nicht ausklammern, meinte Nickl.
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