Abschied in allen Ehren
Dank an "Pfennigfuchser"

Ehrenvoll verabschiedete der Heimatkundliche Arbeitskreis seinen Schatzmeister Otto Merkl (Dritter von links) und begrüßte als Nachfolger Philip Wenzel und Edith Schiedlofsky (Vierter und Fünfte von links). Ehrenvorsitzender Herbert Fischer, Vorsitzender Hans Rösch, Schriftführerin Liane Preininger (von rechts) und zweiter Vorsitzenden Thomas Völkl (links, neben Vizebürgermeister Hermann Schraml) wünschten Glück. Bild: bjp
Vermischtes
Kemnath
04.04.2016
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32 Jahre lang kümmerte sich Otto Merkl ums große und kleine Geld des Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreises (HAK). Nun zieht sich der "Schatzhauser" aufs Altenteil zurück. Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft dankten ihm die Geschichtsfreunde für sein enormes Engagement.

"Was du für uns geleistet hast, haben wir erst so richtig erfasst, als wir einen Nachfolger für dich suchen mussten", würdigte Vorsitzender Hans Rösch bei der gut besuchten Hauptversammlung im Gasthof Fantasie die Verdienste "unseres Pfennigfuchsers".

Zugleich freute er sich, dass der neue Schatzmeister Philip Wenzel mit einem Geschichtsstudium und seiner Berufserfahrung als Versicherungskaufmann gleich zwei Idealvoraussetzungen für das Amt mitbringe. So sahen es auch die Mitglieder, die Wenzel und seine Stellvertreterin Edith Schiedlofsky einstimmig beriefen. Gewohnt umfangreich fiel die Jahresbilanz Röschs und der Arbeitskreisbeauftragten aus. Vor allem Museumsleiter Anton Heindl blickte auf ein intensives Jahr zurück, dessen Höhepunkt die Eröffnung der mit Exponaten aus seiner Privatsammlung bestückten Musikautomaten-Ausstellung "Musikeum" im früheren Blumengeschäft Meister war.

Gewinn für Region


Auch Vorsitzender Hans Rösch nannte dies einen Gewinn für den ganzen Verein, der nicht nur eine im weiten Umkreis einzigartige Sonderschau, sondern auch einen "Begegnungsraum" gewonnen habe: "Die jüngsten Veranstaltungen haben gezeigt: die Besucher sind begeistert." Weitere Wegmarken im Museumsjahr waren die Sonderausstellungen über den Kemnather Maler Ludwig Anton Seitz, Blankwaffen, Zeitmessung, Schulgeschichte und Weihnachtsschmuck, das Museumsfest und die Restaurierung von Martin Weyhs Gemälde "Die Schlacht bei Kastl".

Eher zaghaft sei das Interesse an einer angebotenen Museumsführerausbildung gewesen, bedauerte Heindl. Indes wolle man alsbald einen weiteren Kurs anbieten, der hoffentlich größeren Zuspruch fimden werde. Ins Besucherbuch hätten sich 1127 Gäste eingetragen, das Inventar sei um 51 auf 1731 Objekte gewachsen, wobei sich die Museumsgruppe auch weiterhin über Schenkungen und Dauerleihgaben für das "Gedächtnis des Kemnather Landes" freue.

Noch bis 17. Juli zeige das Museum die Ausstellung "Alles nur Theater" mit Reminiszenzen an die "Bühnenkultur" der Stadt. Ab 22. Juli folge die Schau "Schätze aus Papier - bunte vergängliche Zeitzeugen", die mit einem Sommernachtsfest eröffnet werde. Mit dem ungewöhnlichen Thema "Wohlig warm - Wärmflaschen und ihre Geschichte" wolle man ab 2. Dezember auf die Winterzeit einstimmen, für 2017 werde bereits eine Ausstellung über "Pop-up-Bilderbücher" vorbereitet.

Mit Magie


Nicht zu vergessen ist das Museumsfest mit Flohmarkt am 1. Mai, zu dem der HAK den Pressather Nachwuchs-Magier Marius Koslowski eingeladen habe, warb Anton Heindl: "Er wird uns am Nachmittag ab 14 Uhr eine Dreiviertelstunde lang verzaubern." Rückläufig war laut Vorsitzendem Rösch die Mitgliederzahl des HAK, die vor allem wegen zwölf Todesfällen erstmals nach vielen Jahren wieder knapp unter 500 liegt.

Sonntags offenDas Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum in der Alten Fronveste, Trautenbergstraße 36, ist jeden Sonntag von 14 bis 16 Uhr, am ersten Sonntag des Monats zusätzlich von 10 bis 12 Uhr geöffnet. Am 29. Mai, 31. Juli, 25. September, 30. Oktober und 27. November, ebenfalls von 14 bis 16 Uhr, öffnet außerdem das "Musikeum". Der Eintritt ist frei.
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