Arbeitsgemeinschaft „Reiten im Schulsport“ der Realschule
Nach dem Unterricht im Sattel

Für das Kursabschlussfest in Guttenthau hatte Silke Hertel (rechts) mit den jungen Reiterinnen mehrere Programme mit unterschiedlichen Leistungsanforderungen einstudiert. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
12.07.2016
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Eigentlich unterrichtet Silke Hertel an der Realschule Informationstechnologie. Vor neun Jahren machte die Fachoberlehrerin ihr Hobby zu einem Teil ihres Berufes. In der Arbeitsgemeinschaft "Reiten im Schulsport" führt sie Schüler in den Umgang mit Pferden ein. Das Interesse ist ungebrochen.

Guttenthau/Kemnath. Zwei Reitkurse mit jeweils zwölf Schülerinnen aus den Klassen fünf bis neun hat Hertel in diesem Schuljahr gehalten. Jeden Dienstagnachmittag trafen sie sich um 14 Uhr im Reitstall des Reitclubs am Kulm in Guttenthau. "Geritten wird von 15 bis 16 Uhr", betonte die Reitlehrerin, "in der Restzeit muss gearbeitet werden." Der Grundkurs umfasste zehn Unterrichtseinheiten.

Beim Kursabschlussfest stellten die jungen Reiterinnen unter den kritischen Blicken einiger Eltern ihr Können unter Beweis. Mit dabei war auch Realschullehrerin Kerstin Sommer mit Schülern und Flüchtlingen vom "Eine-Welt-Projekt".

Hertel hatte ihre Reitschülerinnen in vier Gruppen eingeteilt. Nathalie Zwickl, Talisa Ullmann, Katharina Hübner (alle 8f) und Emilia Kurth (6a) führten eine Quadrille vor. Wer zu spät kommt, muss ausscheiden, lautete die Devise bei dem Reiterspiel ("Reise nach Jerusalem"), bei dem Lilly Neuber (5c), Saskia List, Hannah Pittner (beide 6a), Paula Wolf und Andrea Zaspel (jeweils 7b) mitmachten.

"Der Trail stammt ursprünglich aus dem Westernreiten und ist eine wertvolle Übung in der Verständigung mit dem Partner Pferd", lautete die Erklärung zum Geschicklichkeitsturnier mit Luisa Söllner (6a), Tabata Melzner (6b), Emily Popp, Sophia Merkel, und Annika Merkel (alle 8f). In einem Labyrinth aus Stangen demonstrierten sie das Reiten von engen Wendungen. Außerdem zeigten sie Schlangenlinien um Pylonen und das Rückwärtsrichten in einer Gasse.

Zu einer vielseitigen Reiterausbildung gehört auch das Überwinden verschiedener Hindernisse. Es fördert die Sattelfestigkeit und das flexible Eingehen auf die Pferdebewegungen. Das "Jump and Run" ist mittlerweile eine Turnierdisziplin. Ein Team besteht aus Pferd mit Reiter und einem Läufer. Wenn der Reiter das Ziel durchritten hat, beginnt der Läufer mit dem Parcours. Der Läufer darf abkürzen. Das schnellste Team gewinnt. Beim "Jump and Run" saßen Mirjam Kahl, Anna Leypold (beide 9f), Ines Sollfrank (6c) und Pia Pospischil (8f) im Sattel.

Mit einer Spaßnummer mit Übungen aus der Bodenarbeit von Nathalie Zwickl und Talisa Ullmann endete das Abschlussfest. Nach Kaffee, Kuchen und kühlen Getränken - organisiert von Kerstin Sommer mit ihrem Team - war für die Flüchtlinge und die Kinder vom "Eine-Welt-Projekt" Ponyführen angesagt.

Realschuldirektor German Helgert sowie die Konrektoren Holger König und Sandra Hering waren von den Vorführungen sehr angetan. "Im kommenden Schuljahr 2016/17 wird es an der Kemnather Realschule wieder eine Arbeitsgemeinschaft Reiten geben", versicherten sie.
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