Augen auf, Finger weg

Auch viele Mädchen der Kemnather Mittelschule interessieren sich für metallverarbeitende Berufe. Bilder: jzk (2)
Vermischtes
Kemnath
15.02.2016
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Handwerk hat goldenen Boden, ist aber gar nicht so einfach. Doch die Mühe könnte sich wirklich lohnen. Denn während sich mäßig erfolgreiche Akademiker eher am Mindestlohn orientieren, sind praktische Könner gefragter denn je.

Doch früh übt sich, wer ein Handwerksmeister werden will. Mit den Räumen der Kolping-Berufshilfe in Tirschenreuth vertauschten die Schüler der beiden 7. Klassen der Mittelschule die vertrauten Klassenzimmer. Im Rahmen der vertieften Berufs-Orientierungs-Maßnahme, die mit Mitteln der Bundesagentur für Arbeit und dem Kultusministerium finanziert wird, konnte dort jeder Schüler eine ganze Woche lang in fünf Berufszweige hineinschnuppern. Im Bereich Holz erklärte ihnen Anton Leipold, der Leiter der Schreinerei, zuerst die unterschiedlichen Maschinen, die in einer Schreinerei benötigt werden. Im Laufe des Tages sollte dann jeder Bub und jedes Mädchen eine Buchstütze herstellen. Die beiden Holzbrettchen mussten mit Fingerzinken verbunden werden. In Serienproduktion fertigten sie dann für die Kemnather Schule Stellwände. Dabei leistete jede Gruppe, die den Bereich Holz gewählt hätte, ihren Beitrag bei der Herstellung der Stellwände.

Im Bereich Metall wurde unter der Leitung von Peter Meißner ein Briefständer gebaut. Die Jugendlichen lernten dabei den Umgang mit der Metallkreissäge und mit der Biegemaschine. Als Serienproduktion fertigten die Schüler einen Fahrradständer für zehn Räder an, der den Schülern der Mittelschule gute Dienste leisten wird.

Außerdem erlebten sie, wie der Schriftzug "Grund- und Mittelschule" ausgefräst wurde. Das anschließende Entgraten übernahmen die Kinder. Wenn der Schriftzug verzinkt ist, wird er an der Fassade der Schule angebracht. Der Berufsorientierungszweig Wirtschaft war durch die Bereiche Verkauf und Lager/Logistik abgedeckt. Da erfuhren die Praktikanten, wie Ware in Schachteln verpackt wird und wie Paletten richtig geschichtet werden müssen. Inge Schmeißer übte mit den Kindern mit Hilfe eines Hubwagens das Verladen von Paletten auf Hochregalböden.

Die Grundlagen eines Verkaufsgesprächs wurden von Johannes Saalfrank erarbeitet. Im Bereich Fahrzeugtechnik erklärte Bernhard Kühl Motoren. Das Auswechseln von Zündkerzen wurde geübt. Jeder Teilnehmer konnte ein eigenes Fahrzeugemblem designen. Richard Wagner vom Roten Kreuz stellte den Schülerinnen Pflegeberufe vor.

Besonderen Spaß hatten die Mädchen beim Berufsbild Kosmetik und Friseur. Die Ausbilderin Martina Würl verstand es ausgezeichnet, die Jugendlichen für das Handwerk zu begeistern. Diese Berufsorientierung wird im März durch einen sogenanntes Potenzial-Training abgeschlossen.
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