Betend durch die Nacht

Kurz nach 22 Uhr brachen die Fußwallfahrer am Freitag zur 180. Pfarrwallfahrt nach Marienweiher auf. Bild: jzk
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Kemnath
19.07.2016
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Während andere ins Bett gehen, brechen 34 Gläubige am Freitag zur Fußwallfahrt nach Marienweiher auf. Zum 180. Mal machen sich Pilger auf den 49 Kilometer langen Weg.

"Die Kirche ist ein pilgerndes Gottesvolk", betonte Stadtpfarrer Konrad Amschl bei der Aussendung der Wallfahrer. Darum sei jede Wallfahrt ein Zeichen des Lebens in der Gemeinschaft der Kirche. Nach dem Pilgersegen begann kurz nach 22 Uhr die Drei-Tages-Wallfahrt, die die Kötzersdorfer und Kuchenreuther Feuerwehr mit zwei Begleitfahrzeugen absicherte.

Über Berndorf, die Gabellohe und Kirchenpingarten ging es nach Rosenhammer zur ersten Rast. Der weitere Fußmarsch führte über Weidenberg, Untersteinach, Goldkronach nach Bad Berneck. Dort stießen 15 Teilnehmer an der Zwei-Tages-Fahrt dazu. Diese waren am Samstag nach dem Wallfahreramt um 6.15 Uhr mit dem Bus losgefahren. Über Hohenknoden, Marktschorgast und Gundlitz pilgerten die Kemnather gemeinsam die letzte Etappe (18 Kilometer) weiter zum Wallfahrtsort. Um eine Unterkunft zur Übernachtung musste sich jeder selber kümmern.

Die 21 Buswallfahrer aus Kemnath und Kirchenpingarten fuhren am Sonntag direkt nach Marienweiher. Pater Adrian hieß die Gruppe willkommen und führte sie durch die Heilige Pforte. Am Samstag bestand Beichtgelegenheit. Wer wollte, konnte den Kreuzweg um die Kirche mitbeten.

Brand im Quartier


Während der Rast am Samstagnachmittag brannte im Waschzimmer des Gasthofs, in dem einige Fußwallfahrer Quartier bezogen hatten, der Trockner. Da auch Teile des Obergeschosses verrußt waren, mussten sie die Unterkunft wechseln.

Am Sonntag zelebrierte Pater Adrian das Wallfahreramt in der Wallfahrtsbasilika. Dabei predigte er über das Thema "Gastfreundschaft". Nach dem Mittagessen traten die Fußpilger den Rückweg nach Wirsberg an. Am Kemnather Kreuz beteten sie für die Mitglieder des Wallfahrervereins. Die 21 Buswallfahrer beteten mit Pfarrer Konrad Amschl den Kreuzweg. Ab Wirsberg fuhren beide Gruppen zurück nach Kemnath, wo sie Pfarrer Amschl und einige Ministranten empfingen und durch die Stadt zur Kirche geleiteten. Dort dankte der Geistliche allen Organisatoren und Helfern für den reibungslosen Ablauf. "Heuer hatten wir bestes Wallfahrerwetter", freute sich auch Stefan Müller, der Vorsitzende des Marianischen Wallfahrervereins. Er bedauert jedoch, dass sich weniger Gläubige als in den Vorjahren beteiligt hatten.

Für manche Kemnather ist die jährliche Wallfahrt nach Marienweiher, einem der ältesten Marienwallfahrtsorte in Bayern, ein Herzensanliegen. Einige waren schon über 40 Mal dabei.
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