Bildungsreferent Bernhard Suttner beschreibt sieben Basisgüter
Unverzichtbar für ein gutes Leben

Bernhard Suttner. Bild: jzk
Vermischtes
Kemnath
10.03.2016
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Beim Wort "Wohlstand" denken viele an hohes Einkommen, schönes Haus, Auto oder Schmuck. Wer gründlicher nachdenkt, kommt aber auf ganz andere Güter, die ein "gutes Leben" ausmachen:

"Wer nur auf das Materielle setzt und dadurch in Zeit- und Beziehungsnot gerät, wird das gute Leben verfehlen", betonte Bernhard Suttner beim Katholischen Frauenbund und der Landfrauenvereinigung. Wie bei einem Mobile müssten mehrere Basisgüter für ein zufriedenes Leben in ein bewegliches Gleichgewicht gebracht werden. Dabei gehe es um eine Vielzahl von Basisgütern, die für das Leben unverzichtbar seien, meinte der Bildungsreferent aus Windberg.

Vielfalt sichern


Das gute Leben sei niemals nur die Befriedigung eines einzigen Bedürfnisses. Es gehe immer um die Sicherung einer Vielfalt von Gütern. "Die Basisgüter des guten Lebens haben keine absolute Rangordnung." Sie seien nicht alle allezeit gleich befriedigend vorhanden. Es gibt bei einzelnen Gütern Zeiten des Mangels und Zeiten des Überflusses.

In Anlehnung an das Buch "Wie viel ist genug" von Robert und Edward Skidelsky stellte der Referent sieben Basisgüter vor: Freundschaft, Respekt (Würde), Harmonie mit der Natur, Muße, Sicherheit, Gesundheit und Persönlichkeit. Fehlten diese dauerhaft, sei es für den Menschen nicht "genug". Die logische Konsequenz aus dieser Erkenntnis wäre, sich von der Fixierung auf den materiellen Wohlstandsbegriff zu lösen und dem "guten Leben" im Alltag mehr Raum zu verschaffen.

Zu jedem Basisgut gab Suttner seinen Zuhörern für die nächsten Wochen eine kleine Hausaufgabe auf. So sollten sie bei "Freundschaft" in der Alltagssprache die negative Kritik zurückzudrängen und dafür den anerkennenden Dank stärker aktivieren. "Alle zwischenmenschlichen Beziehungen - von der Ehe bis zur Nachbarschaft und zum Arbeitsteam - werden oft durch zu viele Erziehungsabsichten gefährdet", befürchtete Suttner.

Zu Eigenheiten stehen


Gutes Leben brauche die Chance, sich bei Bedarf ganz neu auszurichten. "Stehen Sie zu Ihren Kanten und Eigenheiten, seien Sie gerne ein Original", forderte er seine zahlreichen Zuhörerinnen auf.
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