Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger spricht beim Frauenfrühstück über Toleranz
Werte achten

Vermischtes
Kemnath
11.04.2016
18
0

Ein leckeres Frühstück und ein Vortrag von Barbara Lanzinger - diese Kombination lockte nicht nur Mitglieder der Kemnather Frauen-Union (FU), sondern auch Mitglieder aus anderen Ortsverbänden im Landkreis an. Dabei ging die Bundestagsabgeordnete auch auf ihre Forderung nach einem Direktmandat ein.

Die Referentin aus Amberg sprach "Beim Schinner" zum Thema "Unser Werteverständnis - wie leben wir es und wo endet unsere Toleranz?". Es brauche mehr Frauen in der Politik, meinte vorab Bürgermeister Werner Nickl. Sie seien in der Politik immer noch unterrepräsentiert. Der gleichen Meinung war Barbara Lanzinger. Nach Ansicht der FU-Bezirksvorsitzenden sollten sich auch noch mehr junge Menschen in einer demokratischen Partei engagieren.

"Politiker müssen immer wieder neu die Menschen gewinnen", betonte sie. Für sie sei es eine Ehre, dem Deutschen Bundestag anzugehören. Dafür sei sie dankbar. Es sei zudem ihr gutes Recht, für ein Direktmandat in ihrem Wahlkreis zu kämpfen. "Dankbarkeit ist ein Wert, den wir nicht aus dem Auge verlieren dürfen", mahnte sie. Auch die Gesprächskultur sollte ein wichtiger Wert bleiben. "Wo die Sprache aufhört, fängt die Gewalt an." Auch unser christlicher Glaube sei ein Wert, für den immer und überall eingetreten werden müsse.

"Wie gehen wir miteinander um?" und "Wie respektiere ich die Würde anderer Menschen?" seien Fragen, die wir uns immer wieder stellen müssten. Um anderen gegenüber glaubwürdig zu sein, müsse man Werte leben und überzeugend vertreten. "Die Kulturen anderer Völker müssen respektiert werden, aber andere Völker müssen auch unsere Werte anerkennen", forderte sie. "Unsere Toleranz endet da, wo unsere Werte nicht respektiert werden und wo uns Toleranz verweigert wird." Sicherheit und Rente seien brisante Themen für die Zukunft und müssen in der Gesetzgebung noch stärker verankert werden.

Vor allem die Mütterrente sei ihr ein besonderes Anliegen, führte Lanzinger weiter aus. Entschieden trat sie für das Betreuungsgeld ein: Für die ersten Jahre sei die feste Bindung an die Mutter für die gesunde Entwicklung eines Kindes sehr wichtig. Bei der Energiewende gehe es nicht primär um den Verlauf von Stromtrassen, sondern darum, wie mit Energie umgegangen werde.

Nach ihrem Vortag beantwortete Lanzinger Fragen ihrer Zuhörerinnen. FU-Ortsvorsitzende Rita Ponnath dankte ihr mit einem Präsent.
Weitere Beiträge zu den Themen: Energiewende (65)Frauen-Union (74)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.