Das Eich, Alf Ator und Volker Diefes lassen Kemnath lachen
Voller Körpereinsatz

Immer wieder suchte Volker Diefes so sehr den Kontakt zum Publikum, dass er zurückgehalten werden musste.
Vermischtes
Kemnath
20.06.2016
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"Jetzt Eicht's", meinte nicht nur Das Eich (Stefan Eichner), sondern auch Alf Ator und Volker Diefes. Musik, Kabarett, Komik und Unterhaltung auf hohem Niveau boten die drei Erzkomödianten dem Publikum am Freitagabend im Foyer der Mehrzweckhalle bei "Kemnath lacht". Moderator Markus Pleyer führte gekonnt durch das dreistündige Programm.

In weißem Gewand trat der kahlköpfige Alf Ator wie ein geheimnisvoller Magier auf. Mit seinen Wortspielen und Bildergeschichten machte es der "Meister" seinem Publikum nicht immer leicht, ihm zu folgen. Doch gut hinhören, lohnte sich. Mit seinem Zauberstab vollbrachte er wahre Wunder als Instrumentallehrer, spontane "Wunderheilung" inbegriffen.

Als "evolutionsfremder Nostalgiker" und Gegner von "interpassiven Medien" outete sich Volker Diefes aus Krefeld. Er setzte seinen eigenen Bierbauch gegen den Abnehmwahn mancher Männer und strikte Rauchverbote. Für zaundürre Models hatte er nur Spott übrig: "Die haben doch dauernd Hunger!" Bei seinem Auftritt bewies er Improvisationstalent. Zurufe der Zuschauer baute er ins Programm ein. Sehr gut kamen auch seine Songs an: "Ich bin der Daten-Klaus" und der "Grill-Song".

Als entspannter Franke stellte sich "Das Eich" (Stefan Eichner) nach der Pause vor. Mit Hintersinn zog der Kulmbacher über den Volksstamm der Franken her, die beispielsweise immer noch "Fremdenzimmer" statt "Gästezimmer" sagen. Eine skurrile Nummer folgte auf die andere. Für jede Situation aus dem Alltag hatte der Spaßmacher ein Bonmot auf Lager.

Umwerfend waren die Dialoge in der Metzgerei beim Einkaufen von Grillfleisch: "Rinderhüfte vom Schwein?" Dass er nicht nur gut singen, sondern auch ausgezeichnet Gitarre spielen kann, bewies er bei "Pfeif' auf 40", in dem er seinen runden Geburtstag auf die Schippe nahm. "Hast du ein Fremdwort, musst du fragen oder die Konsequenzen tragen", reimte er über selbst ernannte Sprachexperten, die Fremdwörter falsch gebrauchen und sich dadurch lächerlich machen.

Umwerfend komisch war auch sein "Anti-GEZ-Song" gegen die "Gebühren-Stasi", in dem er einem Kontrolleur die miesen Fernsehprogramme anschaulich vor Augen führte. Der Höhepunkt war sein Lied "Partytime". Dabei parodierte er Künstler wie Udo Lindenberg oder Helene Fischer. Geschickt baute er kurze Witze ein ("Warum brauche ich beim Hellseher einen Termin?").
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