"Der pflegeleichte Garten" Thema beim Obst- und Gartenbauverein Kemnath
Arbeit und Unfallgefahr minimieren

Vermischtes
Kemnath
30.03.2016
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Kemnath/Kaibitz. Der Obst-und Gartenbauverein Kemnath hatte zur Jahreshauptversammlung Manuela Pappenberger von der Kreisfachberatung Tirschenreuth eingeladen. Ihr Thema "Der pflegeleichte Garten" sprach viele Mitgliedern an.

Vorab berichtete sie jedoch von den Aktivitäten des Kreisverbandes für das Jahr 2016. Verschiedene Kurse sind auf der Homepage der Kreisfachberatung zu finden. Ihren Ausführungen zum "pflegeleichten Garten" schickte sie voraus, dass man bei Berücksichtigung von den Standortbedingungen wie Boden- und Lichtverhältnissen sowie des regionalen Klimas schon sehr viel für einen pflegeleichten Garten tue.

Pappenberger empfahl, beim Rosenkauf auf Pflanzen mit dem ADR-Siegel zu achten. Denn diese sind über mehrere Jahre getestet worden, bevor sie in den Handel kommen. Auch heimische Wildsträucher werden dem Gartenfreund mehr Freude bereiten als modische Pflanzen aus aller Welt. Naturnahe Hecken, die Gehölze mit unterschiedlichen Höhen beinhalten, müssen nicht in jedem Jahr geschnitten werden. Dem gegenüber sieht eine Schnitthecke nur dann schön aus, wenn sie jährlich ein bis zweimal zugeschnitten wird.

Eine Arbeit, die jeder Gartler kennt, ist die Tätigkeit des Jätens. Natürlich kann man viele Unkräuter auch in Salaten oder als Gemüse verzehren. Trotzdem wird das Wildgrün neben den Blüh- und Grünpflanzen meist als störende Konkurrenz empfunden. Unter Bäumen wächst eher Moos als Rasen. Deshalb empfiehlt die Kreisfachberaterin, Bäume in die Rabatten zu pflanzen und mit Bodendeckern zu arbeiten. Blumenwiesenecken verkleinern das Mähareal und bieten vielen Schmetterlingen und Insekten Nahrung. Sind die Wege und Beete eingefasst, kann man sich die Arbeit des Abstechens vom Rasen sparen. Pappenberger räumte auch mit einem alten Irrglauben auf: Denn Kugelahornbäume müssen nicht jährlich geschnitten werden.

Zum Schluss ging sie auf die veränderten Bedürfnisse des Gärtners im Rentenalter ein. Es ist nicht nur wichtig, sich die Gartenarbeit mit Abstimmung an Standort und Wuchsbedürfnissen der Pflanzen zu erleichtern. Man kann mehr Sträucher als Blumenstauden pflanzen. Vergessen wird aber zumeist, den Garten auf Unfallgefahren hin zu überprüfen. Deshalb sollten an den betreffenden Stellen, Geländer angebracht werden und im Garten verteilt Ruhebänke stehen. Von dort aus kann man seinen Garten auch gleich genießen.

Die modernen Hochbeete erleichtern das Arbeiten, weil das Bücken nicht nötig ist. Aber auch das richtige Werkzeug, mit langem Stiel erleichtert die Gartenarbeit.

Mit diesen vielen Tipps und neuen Eindrücken des bildunterlegten Vortrags können die Gartler diesen Sommer ihren Garten sicherlich gut genießen und sich in der heimischen grünen Oase besser erholen. Zweite Vorsitzende Monika Schreyer-Herr überreichte einen Frühlingsgruß, den Pappenberger, sichtlich erfreut, als wohlverdienten Dank entgegennahm.
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