Die Haidenaab als Gefahr
Wenn der Pegel steigt

Wie alle Fachleute, so informierte auch Herr Fröhlich am Rednerpult im persönlichen Gespräch.
Vermischtes
Kemnath
27.07.2016
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(mde) Das Landratsamt Tirschenreuth und das Wasserwirtschaftsamt (WWA) Weiden informierten im Foyer der Mehrzweckhalle zur Hochwassergefahr. Die Kreisverwaltungsbehörden sind verpflichtet, Hochwassergebiete, die bei einem Jahrhunderthochwasser (HQ100) betroffen sind, zu ermitteln. Als drohende Gefahr wird derzeit die Haidenaab gesehen.

Über ein Laserscanverfahren wurden die Daten entlang der Haidenaab erfasst. Über verschiedene Karten ermittelten die Fachkräfte des Wasserwirtschaftsamtes besondere Gefahrenquellen - im Landkreis Tirschenreuth, entlang der Haidenaab sind das Kastl und Kemnath. Bei einem HQ100 wären in Kastl sechs Hauptgebäude und 38 Nebengebäude betroffen. Zwölf Hauptgebäude und 23 Nebengebäude sind es in Kemnath. Der Ermittler der Überschwemmungsgebiete des WWA, Peter Fröhlich, meinte, dass dies eine "beschauliche Anzahl" sei.

Über rechtliche Angelegenheiten bei der vorläufigen Sicherung der Hochwassergebiete informierte Kristina Hartl von der Bauleitplanung des WWA.. Zudem informierte sie darüber, dass die Sicherung von Tanks mit wassergefährdenden Stoffen durch einen Sachverständigen erfolgen müsse. Regina Kestl vom Landratsamt Tirschenreuth erläuterte, dass die "vorläufige Sicherung der Hochwassergebiete" mit der Veröffentlichung Ende August dann baldigst in das Festsetzungsverfahren geleitet werden kann.

Bei der Frage, wie es mit baulichen Veränderungen in der Nähe von HQ100-Gebieten aussehe - was vor allem die Landwirte interessierte - konnten die Fachleute nur auf Gesetzestexte verweisen. Geplant sei jedoch kein Verbot, Grünland (Wiesenflächen) zur Bewirtschaftung als Ackerland zu unterbinden.

Über mögliche Renaturierungsarbeiten machte sich ein Anwohner aus Reisach Gedanken. Er erwähnte in diesem Zusammenhang die Begradigung der Haidenaab im Jahr 1928. Er sprach auch bauliche Aspekte, wie etwa die bevorstehende Erneuerung der Brücke über die Haidenaab zwischen Höflas und Neustadt am Kulm an. Eine Veränderung der Breite bezüglich des Wasserdurchlasses sei nach Angaben der Behörden jedoch nicht geplant. Bürgermeister Werner Nickl bat die Fachbehörden auch um eine Ermittlung der Hochwassergefahren für die Bäche durch Stadt und Umkreis. Kestl erklärte dazu, die Haidenaab sei eines von drei Projekten im Landkreis. Als Risikogebiet sind die Gewässer der Klasse 2 und 3 der Stadt Kemnath sowie der Gemeinden Kulmain und Immenreuth das zweite Projekt im Landkreis Tirschenreuth. Projekt Nummer drei die Wondreb.

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Weitere Informationen:

www.hnd.bayern.de www. iug.bayern.de
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