Elisabeth Zintl saniert und modernisiert in Waldeck historische Gebäude mit Liebe zum Detail
Oberpfälzer Geschichte lebt wieder auf

Die Hollerhöfe in Waldeck - ein wunderbarer Platz für ein paar schöne Tage im Grünen. Bild: hl
Vermischtes
Kemnath
15.07.2016
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Historische, denkmalgeschützte Gebäude gibt es viele in Waldeck. Der beschauliche Marktflecken bietet aber noch etwas ganz und gar Herausragendes: Das unvergleichliche Leben in Waldeck mit Ensemble- und Denkmalschutz. Mehrere Bestandsgebäude werden nach und nach mit viel Liebe zum Detail saniert und modernisiert. Ohne die Struktur der Gebäude zu verändern, wurden bereits drei Häuser umgebaut. Sieben sollen es insgesamt werden.

Die Hollerhöfe entstanden aus den beiden Dorfhäusern, dem Stammhaus und dem "Landhaus zum Hirschen", ergänzt durch die ausgebauten Scheunen für Seminare und Familienfeiern, die alten Obstgärten und die Pferdekoppel. Sie bieten Einzigartiges: Einen ungewöhnlichen Urlaub im Hotel sowie idyllisches Landleben - gepaart mit modernem Lebensstil in einem beschaulichen Ort.

Verantwortlich für diese ungewöhnliche Verwandlung ist Elisabeth Zintl, die in Waldeck geboren ist und seit 2005 die Gastwirtschaft ihrer Eltern, das "Landhaus zum Hirschen", in fünfter Generation ausgebaut und erweitert hat. Sie lässt derzeit mehrere Gebäude im Ort sanieren, umbauen und zu Gästehäusern weiterentwickeln.

Für die Realisierung der Umgestaltung hat sie sich selbst Spannendes einfallen lassen und mit Innenarchitektin Sabine Unglaub aus Wunsiedel eine innovative Planerin ins Boot geholt. Die beiden haben mit lange ausgetüftelten Ideen und einer maßgeschneiderten Planung, in enger Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt, die Gebäude wieder aufleben lassen. Elisabeth Zintl dazu: "Wir wollen die Dorfhäuser sicht- und erlebbar machen und so auch ein Stück Oberpfälzer Geschichte wieder aufleben lassen."

Das aktuelle Hotel-Konzept besteht aus einem Haupthaus, den beiden renovierten Gebäuden, einem Festsaal, einer Fest- und Seminarscheune, die künftig auch als Frühstrücksraum dient, und einer weitläufigen Gartenanlage über mehrere Hektar. Das Schreiberhaus wartet mit fünf neuen Gäste-Appartements sowie einem Doppelzimmer auf, im Schusterhaus gibt es vier Appartements und in der Kanzlei sechs. Das Haus Nr. 45 am Unteren Markt wird derzeit entkernt und ebenfalls modernisiert. Hier sollen weitere sechs Appartements entstehen.

Die Hollerscheune lädt zum Feiern ein. Warme Farben und viel Holz sorgen in allen Häusern für eine Wohlfühl-Atmosphäre, in der sich die Gäste schnell wie zu Hause fühlen. Gemeinschaftliche Bereiche wie Gärten und Terrassen sind Orte der Begegnung zwischen den integrierten Häusern.

In intensiver Absprache mit allen beteiligten Experten hat man die Eingriffe im Altbestand auf das unbedingt erforderliche Maß beschränkt. Viele Handwerker und Experten aus der Region sind und waren daran beteiligt.

Das großzügige Raumprogramm ist ein Highlight für Besucher. Die Farbauswahl der Inneneinrichtung wurde schlicht und edel gehalten. Weiß-, Beige- und Grüntöne lassen als Kontrast die alten Treppen und Bohlen gut zur Geltung kommen. 95 Prozent der Zimmerausstattung, wie Lampen, Tische und Betten, stammen von Anbietern aus der Region.

Umgeben von der ursprünglichen Natur der Oberpfalz, entwickeln sich die Hollerhöfe zu einem von Jahreszeiten unabhängigen Glanzpunkt der Gegend. Hier ticken die Uhren etwas langsamer und wahrscheinlich viel bewusster. Seit jeher gehört auch die erlebbare Landwirtschaft zum Hotelkonzept, die es dem Gast ermöglicht, einmal mit anzupacken. Jeder Interessierte darf, sobald die Kartoffeln reif sind, bei der Ernte nach Lust und Laune mitmachen. Beim gemeinsamen Essen kommt Geerntetes frisch auf den Tisch. Tradition und Verbundenheit zur Natur sind wesentliche Grund-Merkmale der Hollerhöfe, einzigartig und natürlich Wohnen das Konzept.

Denkmäler und Ensemble zeigen sich jetzt ortsbildprägend und leisten einen Beitrag für tiefgreifende Revitalisierung von Gebäuden mit ganz eigenem Reiz. "Das ist unser historisches Erbe, auf dieses Stück Geschichte lassen wir uns bewusst ein", sagt Elisabeth Zintl. Im Bestand der Altbauten schlummerten noch viele Räume, die man in Schmuckstücke mit besten Aussichten verwandeln könne.
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