Ermittlungen gegen 16 Personen weitestgehend abgeschlossen
Drogenhandel: Im Juli zwei Urteile

Vermischtes
Kemnath
20.06.2016
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"Peu à peu" arbeiten Leitender Oberstaatsanwalt Gerd Schäfer und die Weidener Richter die Verfahren ab. 16 Vorgänge sind es insgesamt, alle haben das gleiche Vergehen - wenn auch in unterschiedlicher Schwere - zum Inhalt: Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Seit November 2015 gerieten elf Erwachsene und fünf Minderjährige im Visier der Beamten der Kemnather Polizeiinspektion. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf die Region Erbendorf und den nördlichen Dienststellenbereich. Es ging jeweils um den Erwerb, in einigen Fällen aber auch um die Weitergabe von Cannabis und Crystal (wir berichteten).

Zwei Mal auf Bewährung


"Die Ermittlungen sind im Wesentlichen abgeschlossen", berichtet Schäfer. Die ersten Urteile seien bereits gesprochen. Ein Mann sei zu einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden, ein weiterer zu drei Monaten. In beiden Fällen auf Bewährung. Bei einem weiteren Angeklagten verhängten die Richter eine Geldstrafe zu 150 Tagessätzen.

Aktuell befinden sich ein 30- und ein 31-Jähriger in U-Haft. Gegen den Jüngeren ist noch keine Anklage erhoben worden. Der andere muss sich in der Hauptverhandlung am 12. Juli vor dem Landgericht Weiden verantworten. Dem Mann aus dem westlichen Teil des Landkreises Neustadt/WN wird unter anderem der "Handel mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge" vorgeworfen. Besonders schwer wiegt bei ihm der "Bezug zu Minderjährigen", berichtet Schäfer. Für den Prozess sind mehrere Verhandlungstage angesetzt.

Bereits am 6. Juli wird es für eine 37-Jährige ernst, die derzeit auf freiem Fuß ist. Auch ihr legt die Staatsanwaltschaft den Handel mit Betäubungsmitteln zur Last. Ebenfalls seien bei der Frau aus dem westlichen Teil des Landkreises Neustadt/WN "Minderjährige rechtlich mit im Spiel", umschreibt der Leitende Oberstaatsanwalt.

Auf Milde dürfen beide nicht hoffen, denn: "Bei Erwachsenen ist die Weitergabe an Jugendliche besonders kritisch", betont Schäfer. Das habe in der Regel einen hohen Strafrahmen zur Folge.

Weniger gravierend dürften die Folgen für die fünf Minderjährigen sein. Diese werden zum einen nach den Jugendstrafrecht belangt, zum anderen geht es bei ihnen "nur" um den "Erwerb von Betäubungsmitteln im niedrigen Sanktionsbereich". In diesen Fällen laufe es häufig auf Arbeitsstunden hinaus, meint Schäfer.

Wie und wann es mit den restlichen sechs Erwachsenen weitergeht, steht noch nicht fest. Einen Fall konnte die Weidener Staatsanwaltschaft mittlerweile jedoch nach Hof abgeben.
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