Erste-Hilfe-Kurs in Kemnath
Körper unter Strom

Stolz zeigen die frischgebackenen Ersthelfer mit dem Ausbilder Martin Höfler (rechts), was sie gelernt haben. Bild: mde
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Kemnath
03.09.2016
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Stolz zeigen die frischgebackenen Ersthelfer mit dem Ausbilder Martin Höfler (rechts), was sie gelernt haben. Bild: mde

Ein Schlaganfall im Supermarkt, ein Herzinfarkt beim Spaziergang oder eine Schürfwunde nach einem Fahrradsturz: Notfallsituationen tauchen überall auf. Gut, wenn dann jemand vor Ort ist, der Erste-Hilfe leisten kann.

Bei hochsommerlichen Temperaturen genossen sieben Männer und sechs Frauen aus dem Kemnather Land nicht das Wetter, sondern einen Erste-Hilfe-Kurs - unterstützt vom Medienhaus "Der neue Tag" - mit neun Unterrichtseinheiten in der Kemnather Rettungswache.

Unter "Erster-Hilfe" versteht man Maßnahmen, um Menschenleben zu retten oder Gesundheitsstörungen zu lindern, bis professionelle Hilfe wie etwa der Rettungsdienst eintrifft.

Unter der Leitung von Ersthelferausbilder Martin Höfler der Tirschenreuther Wasserwacht lernten die Teilnehmer das richtige Vorgehen bei Notfällen. Der Eigenschutz ist in jeder Situation wichtig: Damit durch Blut oder Körperflüssigkeiten übertragbare Krankheiten keine Gefahr darstellen, spielte das richtige Absetzen des Notrufs eine wichtige Rolle. Natürlich galt es auch, verletzte Personen richtig zu betreuen, einen Druckverband anzulegen oder mögliche Gesundheitsstörungen zu erkennen. Dazu gehörte zum Beispiel, was es bedeutet, wenn kalter Schweiß auf der Stirn steht oder Lähmungserscheinungen und Sprachstörungen eintreten. Auch das richtige Verhalten bei Nasenbluten oder wenn sich jemand verschluckt, vermittelten die Ausbilder.

Harte Arbeit


Was also tun, wenn eine hilflose, am Boden liegende Person aufgefunden wird? Genau: ansprechen und anfassen. Wenn keine Reaktion eintritt, um Hilfe rufen und den Notruf wählen. Zudem muss man überprüfen, ob der Betreffende noch atmet. Dazu wird gefühlt, gehört und gesehen, ob sich Atemzüge wahrnehmen lassen oder sich der Brustkorb bewegt.

Wenn ein Leben in Gefahr ist, dann ist schnelle und vor allem effektive Hilfe gefragt. Jedoch lassen sich nur wenige als Ersthelfer ausbilden oder wollen schon lange Gelerntes nicht auffrischen. Dabei können nur wenige Stunden Ausbildung das Leben anderer retten. Richtig in Bewegung und ins Schwitzen kamen alle bei den Reanimationsversuchen.

An Übungspuppen durften die Teilnehmer dann drücken, beatmen und Stromstöße über den Defibrillator abgeben. Wie eine Verkehrsabsicherung mit Warndreieck richtig abläuft und wie wichtig Warnwesten für den Eigenschutz sind, wurde ebenfalls gezeigt. Das Fazit der Teilnehmer positiv. "Sehr lehrreich, auffrischend und realitätsnah", lobte einer der Teilnehmer. Dass ein Erste-Hilfe-Kurs regelmäßig besucht werden müsse, damit man auf dem neuesten Stand sei und routiniert helfen könne, waren sich viele einig.

Auch bräuchte ein Teil der neuen Ersthelfer den Kurs als Vorlage bei der Fahrerlaubnisbehörde, damit dem Führerschein nichts mehr im Wege stehe.

Kurs-TermineFür alle, die Erste-Hilfe lernen oder Kenntnisse auffrischen möchten, bietet "Der neue Tag" an folgenden Terminen Kurse:

Sonntag, 11. September , im BRK-Haus in Erbendorf

Sonntag, 18. September , im BRK-Haus, Mitterteich

Die Kurse dauern jeweils von 8.30 bis 17 Uhr. Für Zeitungsabonnenten kostet die Teilnahme 35 Euro pro Person, für Nicht-Abonnenten 39 Euro. Anmeldeschluss ist eine Woche vor dem Termin. Anmeldungen unter Telefon 0961/85-501.
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